Die städtischen Mitarbeiter Rainer Wohlfahrt (v. l., Leiter der Bauausführung) und Frank Filmar (Leiter Ordnungs- und Schulamt), Bürgermeister Hubertus Grimm sowie NWL-Verbandsvorsteher Ulrich Conradi an der Haltestelle am Schulzentrum, die als erstes modernisiert wird. - © Torsten Wegener
Die städtischen Mitarbeiter Rainer Wohlfahrt (v. l., Leiter der Bauausführung) und Frank Filmar (Leiter Ordnungs- und Schulamt), Bürgermeister Hubertus Grimm sowie NWL-Verbandsvorsteher Ulrich Conradi an der Haltestelle am Schulzentrum, die als erstes modernisiert wird. | © Torsten Wegener

Beverungen Haltestellen in Beverungen und Tietelsen werden modernisiert

Barrierefrei und trocken in den Bus

Torsten Wegener

Beverungen. Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen im Stadtgebiet von Beverungen wird weiter vorangetrieben. In Tietelsen sowie am Beverunger Schulzentrum werden in diesem Jahr die Haltestellen modernisiert. Zudem wird es neue, verglaste Wartebereiche an diesen Punkten geben. An den Kosten wird sich wesentlich der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) beteiligen. „Ich freue mich, dass wir mit unserem Zuschuss die Attraktivität des Busfahrens in Beverungen weiter steigern können", sagte NWL-Verbandsvorsteher Ulrich Conradi. Er überreichte Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm gestern den Förderbescheid für das Jahr 2018. Bis zum Jahr 2022 fördert der NWL entsprechende Sanierungsmaßnahmen mit einer Kostenübernahme von 90 Prozent. Die zuwendungsfähigen Kosten für die nun vorgesehenen Maßnahmen werden auf 207.700 Euro kalkuliert, was einer Fördersumme von 186.900 entspricht. Beverungen rückt damit dem Ziel einer barrierefreien Mobilität näher. Bereits in den Jahren 2016 und 2017 hat sich die Stadt an dem Förderprojekt beteiligt. „Sofern unsere Eigenmittel in den kommenden Jahren auch weiter ausreichen, werden wir auch bis zum Jahr 2022 Anträge auf finanzielle Unterstützung stellen, bis das Förderprogramm ausläuft", sagte Bürgermeister Hubertus Grimm. Ausgewählt wurden für 2018 die Haltestellen am Schulzentrum sowie in Tietelsen die Haltestellen „Post" in beiden Fahrtrichtungen. Die Haltestellen werden so ausgebaut, dass sie von Rollstuhlfahrern, Benutzern von Rollatoren und Eltern mit Kinderwagen besser genutzt werden können. Auch für Gehbehinderte und Kleinkinder werde es künftig leichter, in den Bus sicher hinein und wieder heraus zu kommen. Für Sehbehinderte gibt es zudem taktile Elemente für die Orientierung. Damit niemand während der Wartezeit im Regen stehen muss, werden die Haltepunkte auch mit Wetterschutzhäuschen ausgestattet. Ein 40 Jahre alter, mittlerweile undichter Unterstand wird dafür abgerissen. Zudem werden auch die Drängelgitter an den Haltestellen am Schulzentrum beseitigt. „Mit dieser Förderung verbessern wir weiter die Rahmenbedingungen für den Öffentlichen Personennahverkehr", sagte Ulrich Conradi. Er empfiehlt jedem Bürger der Region, sich einmal genau die konkreten Angebote anzuschauen. „Manch einer wird überrascht sein, dass der ÖPNV auch im ländlichen Raum eine gute Ergänzung zum Pkw ist." Dass der ÖPNV mal kostenlos angeboten werden könnte, wie in der Luftverschmutzungsdiskussion teilweise gefordert, hält Conradi grundsätzlich für illusorisch. „Ticketpreise sind sicherlich immer ein Thema, gerade weil im ländlichen Raum die Bürger bereits die Kosten für einen Pkw haben. Komplett kostenloser Nahverkehr ist aber nicht machbar". Für den Nahverkehr im ländlichen Raum gehe es vielmehr darum, die Fahrpläne weiter zu optimieren und Angebote wie das „60plus Abo" oder das „Jobticket" noch besser zu vermarkten.

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