Mit der neuen Anlage: Johannes Schönhoff (v. l.), Gisbert Bläsing, Ralf Göllner, Hubertus Grimm, Frank Matthias, Roger van Heynsbergen, Eckhard Schepke, Bernhard Villmer, Hans-Jürgen Oppermann und Frank Behre. - © Torsten Wegener
Mit der neuen Anlage: Johannes Schönhoff (v. l.), Gisbert Bläsing, Ralf Göllner, Hubertus Grimm, Frank Matthias, Roger van Heynsbergen, Eckhard Schepke, Bernhard Villmer, Hans-Jürgen Oppermann und Frank Behre. | © Torsten Wegener

Amelunxen Millioneninvestition: Neue Pumpstation bei Amelunxen ist in Betrieb

Größte Baumaßnahme im Bereich der Abwasserentsorgung in der Stadt Beverungen der vergangenen Jahre. Betrieb jetzt aufgenommen

Torsten Wegener

Amelunxen. 30 Jahre lang ist das Abwasser der Ortschaft Amelunxen über die Stadt Höxter entsorgt worden. Nun wird es zur Kläranlage Beverungen geleitet. Das Abwasserwerk der Stadt Beverungen hat dafür rund eine Millionen Euro in ein Pumpwerk investiert. Eine Investition, die sich aber schon bereits in 15 Jahren gerechnet haben könnte, wie Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm und Ralf Göllner, Vorsitzender des Betriebsausschusses „Abwasserwerk der Stadt Beverungen", bei der Vorstellung der Anlage betonten. Von außen sieht das neue Haus klein und unscheinbar aus. Auch im Erdgeschoss der Abwasserpumpstation ist die Technik noch überschaubar. Im Keller, in sechs Meter Tiefe, kommt sie allerdings dann zum Vorschein. Dort sind zwei trockenaufgestellte Pumpen positioniert, die im Wechsel betrieben werden und das Abwasser in Richtung Wehrden befördern. „Aufgrund des hohen Grundwasserstands war der Tiefbau kompliziert", sagte Hubertus Grimm. Die rechtliche Vereinbarung zwischen der Stadt Beverungen und der Stadt Höxter, dass die Abwässer von Amelunxen auf der Anlage der Stadt Höxter gereinigt werden, war auf 30 Jahre angelegt, plus Option für weitere zehn Jahre. Beverungen zahlte dafür anteilige Betriebskosten an Höxter. Rund 100.000 Kubikmeter Abwasser jährlich aus Amelunxen Vor fünf Jahren entschied man sich in Beverungen allerdings dafür, die Vereinbarung nicht zu verlängern. Vorher hatte es im Betriebsausschuss intensive Beratungen darüber gegeben. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung hatte letztendlich den Ausschlag für die Kündigung gegeben. „Die Kläranlage in Beverungen ist durch das Regenwasser sowie die gesamten häuslichen und gewerblichen Abwässer zu gut 70 Prozent ausgelastet. Deswegen ist es kein Problem, die geschätzt 100.000 Kubikmeter Abwasser pro Jahr auch noch nach Beverungen zu befördern", erläutert Frank Matthias, Leiter des Abwasserwerks. 2016 gab es erste konkrete Entwürfe 2016 wurden konkrete Entwürfe für die Pumpstation und die Druckrohrleitung mit deren Trassenführung erstellt. Die Verhandlungen mit den privaten Grundstückseigentümern verliefen von Anfang an gut. Die Leitungstrasse führt vom Pumpwerk (Standort: in Verlängerung der Wöhrenstraße) zur Kreisstraße 56 zwischen Amelunxen und Wehrden und dann entlang der K 56 und der B 83 bis nach Wehrden. Die gesamte Leitungslänge beträgt 2,5 Kilometer. 1,4 Kilometer davon ist Druckrohrleitung bei einem Höhenunterschied von rund 50 Metern. Auf den restlichen 1,1 Kilometern fließt das Abwasser im freien Gefälle. Die in Wehrden platzierte Pumpstation mit Druckrohrleitung zur Kläranlage Beverungen, hat bereits die Kapazität um das Abwasser von Amelunxen mit aufzunehmen. Großes Lob gab es an die beteiligten Baufirmen Nolte (Beverungen) und Schönhoff (Gehrden) sowie Elektro-Voss (Northeim), die trotz schlechten Wetters, Terminstress und Weihnachtszeit dafür gesorgt hätten, dass die Leitung fristgerecht zum 1. Januar betriebsbereit war. Vor der neuen Pumpstation in Amelunxen befindet sich weiterhin das Regenüberlaufbecken. Bei Starkregen wird das anfallenden Abwasser aus Amelunxen (Mischwassersystem) dort zwischen gespeichert.

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