Hoch auf dem Pfahl: Nistkästen stellt man am besten in oder über einem Busch auf, erklärt Vogelliebhaber Karl H. Pilhofer aus Herstelle. - © Manuela Puls
Hoch auf dem Pfahl: Nistkästen stellt man am besten in oder über einem Busch auf, erklärt Vogelliebhaber Karl H. Pilhofer aus Herstelle. | © Manuela Puls

Herstelle Hersteller Karl H. Pilhofer bietet sichere Kinderstuben für Singvögel

Vogelfreund: Karl H. Pilhofer aus Herstelle hat 20 Nistkästen in seinem Garten aufgestellt. In Kürze beginnt wieder die Brutsaison für Meise, Spatz und Co.

Manuela Puls

Herstelle. Karl H. Pilhofer ist ein ausgesprochener Vogelfreund: Ringsum sein Grundstück in der Nähe des Hersteller Klosters hat der Rentner etwa 20 Nistkästen für Spatz, Meise und Co. aufgestellt. In wenigen Wochen erwartet er die ersten Vogelpärchen zum Brüten. „Wir müssen die Singvögel-Gelege gegen Raubvögel und andere Jäger wie Katze und Marder schützen", lautet sein Credo. Amseln und Krähen holen die Eier, Elstern fressen gar die Jungvögel. Um das zu verhindern, gibt sich Karl H. Pilhofer seit Jahren immer sehr viel Mühe. Seine Nistkästen haben kleine Fluglöcher, durch die größere Vögel gar nicht passen. Aufgestellt werden sie auf einem langen Holzpfahl mit glatten Schutzblechen oder oben mit einem Brett, das selbst für Katzen und Marder schwer zu überwinden ist. „Zum Befestigen ramme ich einfach diese praktischen Bodenhülsen aus Metall in die Erde, die es in jedem Baumarkt zu kaufen gibt", erzählt der Naturliebhaber aus Herstelle. So kann er die Pfähle bei Bedarf leicht herausnehmen. Idealer Standort ist über einem Busch Wichtig sei es, den Nistkasten in oder über einem Busch aufzustellen. „Wenn die Jungvögel von ihren Eltern aus dem Nest geworfen werden, landen sie im Gezweig und nicht auf der Erde, wo sie leicht gefangen werden", erklärt Pilhofer den Grund. So können sie im Busch herumhüpfen und werden von den Alttieren noch weiter gefüttert. Ideal wäre zum Beispiel ein Dornbusch, in dem Katzen nur ungern herumklettern. Im Herbst reinigt der Elektrotechnik-Ingenieur im Ruhestand sämtliche Nistkästen – damit sich kein Ungeziefer darin sammelt und jedes Jahr ein neues Nest gebaut werden kann. „Meistens sind alle meine Nistkästen besetzt, die Vögel streiten sich regelrecht darum", sagt der Senior mit einem Lachen, der übrigens auch für seine Tomatenzüchtungen bekannt ist. Die Nistkästen sollten im Boden kleine Lochbohrungen haben, damit das Wasser ablaufen kann. Und die Einflugöffnung sollte wegen des Schlagregens am besten Richtung Norden oder Osten zeigen. Fütterung der Elterntiere bis in den Frühling Wer sich selbst den Bau eines Nistkastens nicht zutraue, könne ihn auch schon für kleines Geld im Internet oder bei Jugendgruppen des Naturschutzbundes (Nabu) bestellen. Wenn Karl H. Pilhofer dann im Frühling auf seiner Bank am Gartenteich sitzt (in dem sich übrigens Molche, Kröten und Wasserschnecken wohlfühlen), dann kann er den Vögeln bei der Aufzucht des Nachwuchses zuschauen. Er füttert die Elterntiere noch bis in den Frühling hinein mit Winterfutter. So haben Kohlmeise, Spatz und Tannenmeise genügend Energie, um ausreichend Regenwürmer für die Kleinen ranzuschaffen.

realisiert durch evolver group