Alles Gewinnerinnen: Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm (v. l.), St. Xaver Schulleiter Peter Kleine sowie der stellvertretende Landrat Heinz-Günter Koßmann (r.) gratulieren den Bewerberinnen Franziska Münster (v. l.), Anna Müller, Christina Eilebrecht, Lara Eyers, Julia Wolff, Karin Siebrecht, Elisa Zarnitz und Hannah Zeißler. - © Torsten Wegener
Alles Gewinnerinnen: Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm (v. l.), St. Xaver Schulleiter Peter Kleine sowie der stellvertretende Landrat Heinz-Günter Koßmann (r.) gratulieren den Bewerberinnen Franziska Münster (v. l.), Anna Müller, Christina Eilebrecht, Lara Eyers, Julia Wolff, Karin Siebrecht, Elisa Zarnitz und Hannah Zeißler. | © Torsten Wegener

Beverungen/Kreis Höxter Christina Eilebrecht gewinnt den Award vom Zonta-Club Höxter

Sieben weitere Schülerinnen werden bei der Preisverleihung in Beverungen vorgestellt

Torsten Wegener

Beverungen/Kreis Höxter. Ihr soziales und ehrenamtliches Engagement liest sich wie ein tagesausfüllendes Betätigungsfeld, dabei ist Christina Eilebrecht noch Schülerin, die gerade auch noch an ihrem Abitur arbeitet. Das bremst die 18-Jährige aber keineswegs in ihrer Aktivität aus. Der Zonta-Club Höxter honorierte diese außergewöhnliche Einstellung mit dem "Young Woman in Public Affairs Award" (YWPA). Der Festakt dazu fand am Montagabend in der Aula des Städtischen Gymnasiums Beverungen statt. Der Wettbewerb "Young Women in Public Affairs" verfolgt das Ziel, junge Frauen zu ermutigen, sich im öffentlichen Leben, in der Politik und/oder in gemeinnützigen Organisationen einzusetzen. Der Preis ist eine Anerkennung der ehrenamtlichen Tätigkeit von Mädchen und jungen Frauen und soll anspornen, früh Führungsaufgaben zu übernehmen und mit ihrem Engagement dazu beizutragen, den Status der Frau zu verbessern. »Ihr Einsatz macht die Gesellschaft lebenswerter« "Teilweise werde man als verrückt bezeichnet, wenn man sich zeitaufwendig im Ehrenamt betätige. Doch dann bin ich gerne verrückt, denn diese Verrücktheit macht die Welt doch um einiges bunter", sagte Zonta-Präsidentin Claudia Bonefeld zur Begrüßung. In diesem Jahr hatten die Jury-Mitglieder eine schwere Wahl, denn es bewarben sich gleich acht engagierte Schülerinnen, die jede in ihrem Ehrenamt beziehungsweise Ehrenämtern von ihren Referenzen als besonders einsatzfreudig, hilfsbereit, zuverlässig, aber auch durchsetzungsstark, mit großer Eigeninitiative und gutem Überblick für ihren Aufgabenbereich beschrieben wurden. Letztendlich entschied sich die Jury für Christina Eilebrecht als neue Preisträgerin. Die Driburgerin besucht die Q2 des Gymnasiums St. Xaver in Bad Driburg. Dort ist sie Schulsprecherin und leitender Teil des Abiball-Komitees. Als Mitglied des Schulchores und -orchesters hat sie zudem einen Anteil an der kulturellen Gestaltung des Schullebens. "Außerschulisch ist sie dann erst recht nicht zu bremsen", wie Laudatorin Leonore von Falkenhausen sagte. In ihrer örtlichen Kirchengemeinde ließ sie sich in den Pfarrgemeinderat wählen, gestaltet Familiengottesdienste und als Leiterin der KjG Bad Driburg betreut sie die Gruppenstunden und leitet die Ferienfreizeit. Als Querflötistin spielt sie in der Stadtkapelle Bad Driburg. Auch dort übernimmt sie Verantwortung und ist Vorstandsmitglied. Internationales Verständnis lebt sie mit ihrer Familie: Gastschüler aus Finnland und Thailand lebten für jeweils ein Jahr bei den Eilebrechts. Wie selbstverständlich kümmerte sich Christina Eilebrecht zudem um ein Flüchtlingskind aus Syrien. "Ihr Einsatz macht die Gesellschaft lebenswerter", betonte Falkenhausen. Und nach dem Abitur geht es für ein Jahr als entwicklungspolitische Freiwillige nach Namibia. Anschließend möchte sie ihren Berufswunsch im sozialen Bereich verwirklichen. Dotiert ist der Award mit einem Preisgeld vom 250 Euro. Zudem ist die Gewinnerin qualifiziert für den Wettbewerb auf Distrikt-Ebene. Einen Wanderpokal bekam das Gymnasium St. Xaver, das zum ersten Mal Schülerinnen für den Wettbewerb angemeldet hatte. Dass sich die sieben weiteren Bewerberinnen auch als Siegerinnen fühlen durften, lag neben ihrem ebenfalls bemerkenswerten Engagement auch an den tollen Lobreden, die von den Zonta-Frauen vorbereitet wurden.

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