Fast geschafft: Sarah Soethe und Ehemannn Martin montieren die
Leuchtstrahler unter der neun Meter hohen Decke der Beverunger Tanzfabrik. - © Manuela Puls
Fast geschafft: Sarah Soethe und Ehemannn Martin montieren die
Leuchtstrahler unter der neun Meter hohen Decke der Beverunger Tanzfabrik. | © Manuela Puls

Beverungen Beverunger Tanzfabrik im alten Herlag-Gebäude

Eröffnung ist am 24. Februar

Manuela Puls

Beverungen. Das schöne alte Fabrikgebäude mit dem dicken roten Backsteinschornstein fällt wohl jedem ins Auge, der durch Beverungen fährt. Am 24. Februar eröffnet im denkmalgeschützten ehemaligen Herlag-Kesselhaus an der Blankenauer Straße eine Tanzschule. Tanzfabrik hat Sarah Soethe sie passenderweise getauft. „Als ich in diesen hohen Raum kam, habe ich mich sofort darin verliebt“, sagt die Wehrdenerin. Über 160 Quadratmeter groß und fast neun Meter hoch ist der neue Tanzsaal. Alles ist in Schwarz und Weiß gehalten und komplett lichtdurchflutet dank der großen, historischen Sprossenfenster. „Früher haben sich die Architekten Mühe mit solchen Fabriken gegeben“, findet Sarah Soethe. Als sie das Gebäude zu ersten Mal betrat, standen noch die alten Kessel, Schächte und ein großes Podest darin. Arbeitsreiche Monate liegen hinter der 37-Jährigen. Die ganze Familie packt mit an und mit viel Eigenleistung wird pünktlich alles fertig sein. Vater Ulrich Müller, Schwiegervater Herbert Soethe und natürlich Ehemann Martin Soethe haben fleißig gewerkelt. Die Boxen für die Musik sind angebracht, die Strahler für die Beleuchtung an den Traversen montiert, der Schwingboden ist verspachtelt. Darauf kommt noch der Tanzteppich, das ist ein spezieller PVC-Belag. „Parkett wäre viel zu rutschig für die Tanzschläppchen“, sagt Sarah Soethe. Die Ballettstangen sind schon angebracht, bald folgen noch die vielen Spiegel. Unter der Saaldecke hängen schon spezielle Heizplatten, die Wärme nach unten strahlen. Auch zwei Umkleidekabinen, Toiletten und Duschen und ein Büro hat die neue Tanzfabrik. Die Idee zur eigenen Tanzschule entstand bei Sarah Soethe während der Elternzeit für den jetzt 15 Monate alten Sohn Toni. Auch vorher war sie schon als selbstständige Tanzpädagogin tätig und tourte viel herum: „Ich hatte teilweise fünf Arbeitsstätten an einem Tag, immer an einem anderen Ort“, erinnert sich die junge Mutter. Sarah Soethe unterrichtete beispielsweise in der Tanzetage in Höxter, machte Choreographien für das Schlosstheater, leitete AGs an Schulen und arbeitete beim Kulturrucksack des Kreises Höxter mit. Jetzt will sie alles an einem Ort konzentrieren. Ballett, Jazz, Hip Hop, Modern Dance, Zumba und Yoga werden in der Tanzfabrik angeboten. Und zwar für alle Altersklassen. Los geht es bei den Dreijährigen mit kreativem Kindertanz bis hin zu Angeboten für Erwachsene und Junggebliebene über 60. „Ich habe beispielsweise eine extra Hip Hop-Gruppe nur für Jungs vorgesehen“, erzählt die Tanzpädagogin, die an der Dresdner Palucca-Hochschule studierte. Schon jetzt ist die Nachfrage für die Tanzfabrik groß: „Ich bekomme fast täglich Anrufe von Interessenten“, berichtet Sarah Soethe. Auch die Kindergeburtstage seien sehr gefragt. Auch für Feiern kann der Saal gemietet werden. Zur Eröffnung am 24. Februar wird es ein Programm mit Tanzvorführungen und Mitmach-Angeboten geben. „Also nix wie Schule aus und los“, lacht Sarah Soethe.

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