Einzug: Pfarrerin Astrid Neumann und Pfarrer Frank Schäffer, begleitet von den Jecken des Carnevalsvereins Weserbrücke. - © Torsten Wegener
Einzug: Pfarrerin Astrid Neumann und Pfarrer Frank Schäffer, begleitet von den Jecken des Carnevalsvereins Weserbrücke. | © Torsten Wegener

Beverungen In Beverungen wird die Kanzel zur Bütt

Die Pfarrer Frank Schäffer und Astrid Neumann zelebrieren Gottesdienst zur Fünften Jahreszeit

Torsten Wegener

Beverungen. Noch ist die katholische Kirche St. Johannes Baptist in Beverungen weihnachtlich dekoriert. Doch die nächste tragende Säule des Kirchenjahres ist nicht mehr weit weg. In 22 Tagen beginnt mit Aschermittwoch bereits der Osterfestkreis. Somit befinden sich die Karnevalisten im Endspurt ihrer Session und dieser wird beim Carnevalsverein Weserbrücke mit einem ökumenischen Karnevalsgottesdienst eingeleitet. Mit einem herzlichen „Weserbrücke Helau“ begrüßte Pfarrer Frank Schäffer die Besucher in der gut gefüllten Kirche. Zusammen mit der evangelischen Pfarrerin Astrid Neuman gestaltete Schäffer den Gottesdienst. Unterstützt wurden sie zudem von einigen Jecken. Gute 100 Aktive des Karnevals in Beverungen und Lauenförde begleiteten die Geistlichen beider Konfessionen. Es war mittlerweile die achte Auflage des ökumenischen Karnevalsgottesdienstes. „Der Carnevalsverein Weserbrücke ist eine von mehreren Klammern, die die Nachbarkommunen Beverungen und Lauenförde zusammenhalten“, lobte Schäffer die westfälisch-niedersächsische Zusammenarbeit der Karnevalisten. Unter den Klängen der Orgel zogen Pfarrerin und Pfarrer, gefolgt von den Prinzenpaaren und Garden des Carnevalsvereins Weserbrücke sowie die Alte Garde von 1956 und die Tanzgarde der Kolpingfamilie Beverungen in die Kirche ein. Von der Empore und im Altarraum hingen bunte Papierschlangen. Von wegen in der Kirche muss es leise und ernst zugehen. Es ging bunt und ausgelassen zu, ohne dabei allerdings die nachdenklichen, ruhigeren Töne zu vernachlässigen. Die Kanzel war zu einer kleinen Bütt umdekoriert worden, und die beiden Geistlichen predigten zusammen in bester Büttmanier. Kern ihrer Predigt war das Fröhlichsein. Und auch bei den Liedern waren die Organisatoren kreativ. Aus dem Bläck-Föss-Klassiker „Drink doch ene mit“ wurde das Lied „Bet’ doch einfach mit“ gemacht und der Höhner-Karnevals-Kracher „Echte Fründe“ wurde mit dem hochdeutschen Text „Echte Freunde steh’n zusammen“ von der Gemeinde gesungen. Musikalisch wurde der Karnevalsgottesdienst von Organistin Silke Lüpkes gestaltet. Wurde beim Einzug in die Kirche noch die Melodie von „Mer losse d’r Dom en Kölle“ gespielt, so mussten zum Abschluss die Gottesdienstbesucher ihre „Kölschqualitäten“ zeigen, als das Lied „Großer Gott wir loben dich“ auf Kölsch gesungen wurde.

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