Erinnerungsstücke: Der Inhalt der Zeitkapsel gibt Auskunft über Beverungen im Jubiläumsjahr 2017. Die Kiste soll im Stadtarchiv aufbewahrt und erst in 100 Jahren wieder geöffnet werden. Beim Einpacken dabei waren Norbert Villmer (v. l.), Rembert Stiewe, Bürgermeister Hubertus Grimm und Celine Niemann. - © Manuela Puls
Erinnerungsstücke: Der Inhalt der Zeitkapsel gibt Auskunft über Beverungen im Jubiläumsjahr 2017. Die Kiste soll im Stadtarchiv aufbewahrt und erst in 100 Jahren wieder geöffnet werden. Beim Einpacken dabei waren Norbert Villmer (v. l.), Rembert Stiewe, Bürgermeister Hubertus Grimm und Celine Niemann. | © Manuela Puls

Beverungen Was alles in Beverungens Zeitkapsel kommt

Für spätere Generationen: Erinnerungen an das Jubiläumsjahr sollen für 100 Jahre im Stadtarchivaufbewahrt werden. Den Schlüssel zu der stattlichen Holzkiste hat der Bürgermeister

Manuela Puls

Beverungen. Pünktlich zum Jahreswechsel klickt das Vorhängeschloss: Die Zeitkapsel zur Erinnerung an das 600-jährige Stadtjubiläum in Beverungen ist fertig gepackt. Die hölzerne Kiste soll erst in 100 Jahren wieder geöffnet und bis dahin sicher im Stadtarchiv aufbewahrt werden. „Dort ist schließlich das Gedächtnis unserer Stadt verortet", sagt Bürgermeister Hubertus Grimm. Wenn aber schon in 50 Jahren jemand die Kiste öffnen wolle, habe er auch nichts dagegen. Die Idee zur Zeitkapsel stammt ursprünglich von Walter Frischemeyer. Erst war der Gedanke, die Kapsel irgendwo einzumauern: „Aber dann kann sie nur sehr klein sein, folglich würde auch nicht viel reinpassen", meint Bürgermeister Grimm. Stattdessen entschieden sich die Beverunger für eine stattliche Truhe mit Metallplakette. Die Kapsel soll nachfolgende Generationen informieren, wie das Jahr 2017 in Beverungen verlaufen ist. Haushaltsplan und Spielzeitbegleiter Gefüllt wird die Kiste mit allerhand Papier: Der Haushaltsplan der Stadt Beverungen, Broschüren über Beverungen und den Kreis Höxter, das Programm der Volkshochschule, der Spielzeitbegleiter der Kulturgemeinschaft, die Chroniken und Elternbriefe der Schulen, der Jahresrückblick der Abtei Herstelle, die Lauenförder Blätter, die Schulstartbeilagen sowie das Veranstaltungsmagazin zum Jubiläumsjahr. Enthalten ist natürlich auch das Magazin zum Schützenfest, das gleichzeitig die zentrale Festveranstaltung zur 600-Jahr-Feier war. Auch einige Zeitungsausgaben finden sich in der Zeitkapsel. Ebenso wichtige Dokumente, Fotos und Videos vom großen Umzug – auf einem USB-Stick und auf CD gebrannt. „Wir wissen leider nicht, was in 100 Jahren an Datenformaten noch lesbar sein wird", meint Grimm. Nur wenige Bürger machen mit Etwas enttäuscht ist er darüber, dass nur drei Bürger seinem Aufruf gefolgt waren, einen Text beizusteuern. „Diesen Stapel hatte ich mir höher erhofft", bedauert das Stadtoberhaupt. Immerhin schickten noch einige Vereine Fotos. Eingepackt in die Zeitkapsel werden auch die Münzen, der Likör und die Schokolade zum Stadtjubiläum. Den Schlüssel zu der Kiste will Bürgermeister Grimm übrigens sicher in seinem Schreibtisch aufbewahren, damit seine Nachfolger ihn auch finden können. Rembert Stiewe von Beverungen Marketing findet die Zeitkapsel spannend: „Man fragt sich, wer die einmal aufmacht, und was der dann über uns hier im Jahr 2017 denkt." Bürgermeister Grimm zieht eine sehr positive Bilanz des Jubiläumsjahres. „Es war ein tolles Jahr, die gesamte Stadt war unterwegs und hat dazu beigetragen, dass 2017 in Erinnerung bleiben wird." Der Tag der Straßenfeste war sein persönliches Highlight. „Ich bin gespannt, wer das wiederholen wird", so der Bürgermeister. Auch die Pläne zur Umgestaltung des Hafens seien Ausfluss des Jubiläumsjahres – „auch wenn wir das Geld dafür im Moment nicht bekommen", so Grimm.

realisiert durch evolver group