Stellten Haushaltsplanentwurf vor: Hubertus Grimm (v. l.), Kathrin Scholtz und Martin Finke. - © Foto: Torsten Wegener
Stellten Haushaltsplanentwurf vor: Hubertus Grimm (v. l.), Kathrin Scholtz und Martin Finke. | © Foto: Torsten Wegener

Beverungen Neue Schulden sind in Beverungen nicht vorgesehen

Etat 2018: Bürgermeister und Kämmerer stellen Zahlenwerk im Rat vor

Torsten Wegener

Beverungen. Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm und Kämmerer Martin Finke haben am Donnerstagabend im Stadtrat den Entwurf für den Haushaltsplan 2018 vorgestellt. Die Budgetplanung erwartet Erträge in Höhe von 25,61 Millionen Euro, bei Aufwendungen von 25,29 Millionen Euro im Ergebnisplan. Das Plus von rund 325.000 Euro soll dabei ohne Steuer- und Gebührenerhöhung erreicht werden. Die Ratsmitglieder haben nun vier Wochen Zeit, den Entwurf in ihren Fraktionen intensiv zu beraten. Im nächsten Jahr wird mit der Umgestaltung des Weserufers begonnen "Wir legen einen Haushalt vor, der wie immer keine großen Sprünge erlaubt, der aber viel für unsere Infrastruktur tut und in bescheidener Form die Stadt Beverungen in die Zukunft begleitet", sagt Bürgermeister Hubertus Grimm. Wichtig sei dabei auch, dass die Aufnahme neuer Schulden nicht vorgesehen ist. Vielmehr könne mittelfristig ein erster Teil der Kassenkredite, die weiterhin elf Millionen Euro betragen, zurückgezahlt werden. Dabei konnte man sich in diesem Jahr auch die Zinspolitik der Kreditinstitute zunutze machen und die Zinsbelastung senken. Die Investitionen für das kommende Jahr seien an den Förderprogrammen ausgerichtet, erläutert der Bürgermeister. So wird man 2018 auch mit der Umgestaltung des Weserufers beginnen können. Beverungen hatte eine Bewerbung beim NRW-Förderprogramm für "touristische Entwicklung" ausgearbeitet. Das Ministerium hat den Plan bereist abgesegnet, nun müssen noch letzte Details mit der Bezirksregierung in Beverungen besprochen werden. 1,26 Millionen Euro soll die geförderte Maßnahme an der Weserpromenade kosten, bei einem Eigenanteil von 20 Prozent. Darin enthalten sind auch die Kosten für zwei neue Fähren an den Standorten Wehrden und Herstelle. Kosten für den Neubau der Weserbrücke muss Beverungen nicht tragen, allerdings ist eine neue Brückenbeleuchtung gewünscht, die Beverungen auch finanzieren muss. 45.000 Euro sind dafür im Haushalt eingestellt worden. Zudem will man weiter das angebotenen Förderprogramme "Gute Schule 2020" und die Kommunalen Investitionsförderprogramme I und II nutzen. "Somit liegt der Schwerpunkt der Investitionen im Bereich der Bildung", sagt Grimm. Schwerpunkte seien dabei der Erhalt der baulichen Substanz, die Schulhofgestaltung, Barrierefreiheit sowie die Digitalisierung. Allein 2018 sind Maßnahmen an der Schule im Wert von 870.000 Euro vorgesehen, der Eigenanteil beträgt davon rund 354.000 Euro. "Insgesamt ist es ein Entwurf mit Augenmaß", so Grimm. Im Straßenbau sind als finanziell größte Maßnahmen die Sanierung der Königsberger Straße in Beverungen (350.000 Euro) sowie der Goethestraße in Blankenau (299.000 Euro) vorgesehen. Die Freiwillige Feuerwehr soll für 300.000 Euro ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug für Herstelle erhalten. "Größte Kostenstelle für den Haushalt ist aber natürlich die Kreisumlage", betont Kämmerer Martin Finke. "Auch wenn sie um vier Prozentpunkte auf 52,7 Prozent gesenkt wurde, sehen die realen Zahlen anders aus. "2018 zahlt die Stadt Beverungen 9,1 Millionen Euro, in diesem Jahr waren es noch 8,5 Millionen Euro. Das belastet die Leistungsfähigkeit der Kommune", so Finke, der den Ratsmitgliedern aber auch von höheren Steuereinnahmen berichten konnte. "Die Gewerbesteuer gestaltet sich schon im aktuellen Haushaltsjahr besser als geplant und so ist der Ansatz der Gewerbesteuer für 2018 um 9 Prozent auf vier Millionen Euro erhöht worden", berichtet Finke. Der komplette Haushaltsplanentwurf, mit allen Aufwendungen und Erträgen, ist auch auf der Homepage der Stadt Beverungen nachzulesen. www.beverungen.de

realisiert durch evolver group