Handschlag vom Ministerpräsidenten: Armin Laschet begrüßt das Beverunger Königspaar Alexandra Groppe und Norbert Richter. Zuvor hatte sich der Landesvater ins Goldene Buch der Stadt eingetragen. Fotos: Manuela Puls (5)/SIMONE FLÖRKE (1) - © Manuela Puls
Handschlag vom Ministerpräsidenten: Armin Laschet begrüßt das Beverunger Königspaar Alexandra Groppe und Norbert Richter. Zuvor hatte sich der Landesvater ins Goldene Buch der Stadt eingetragen. Fotos: Manuela Puls (5)/SIMONE FLÖRKE (1) | © Manuela Puls

Beverungen Beverungen ist heimatverbunden und weltoffen

Stadtjubiläum und Schützenfest: Beverungen feiert den gelungenen Höhepunkt des Jahres mit Tausenden Zugteilnehmern und Gästen – auch der neue NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gratuliert

Manuela Puls

Beverungen. Ein frischgebackener Ministerpräsident, der dem Schützenkönigspaar gut gelaunt die Hände schüttelt – so etwas wird Beverungen so schnell wohl nicht wieder erleben. Armin Laschet kam zum 600-jährigen Stadtjubiläum und erlebte den riesigen Umzug mit weit mehr als 1.600 Teilnehmern. „Wetter wie bestellt", freute sich Oberst Georg Dressler und befahl seinen etwa 400 Schützen, die Gewehre lotrecht zu halten. Schließlich wolle man sich von der allerbesten Seite zeigen. Kurz zuvor hatte sich Landesvater Laschet ins Goldene Buch der Stadt Beverungen eingetragen. Nachdem der CDU-Politiker aus dem weit entfernten Aachen die Front abgenommen hatte, ehrte er noch verdiente Schützen (Jürgen Vieth, Günter Ueck, Norbert Loepp und Andreas Rochell), ehe es auf die Weserwiesen zum Festakt ging. Kleine Prinzessinnen aus Würgassen in ihren rosa Kleidchen Dort hatten schon die Delegationen der anderen Beverunger Vereine und aller elf Ortschaften Aufstellung genommen: Königspaare aus Brenkhausen, Würgassen, Wehrden, Rothe, Amelunxen und Lauenförde, viele Karnevalisten mit sämtlichen Tanzgarden, Sportvereine, kfd, Landjugend, Rad schlagende Turner aus Dalhausen, der Korbmacher-Rief und 230 Fähnchen schwenkende Grundschüler in farbenfrohen T-Shirts, die damit die größte Gruppe im Zug stellten. Alle Augen zogen auch die kleinen Prinzessinnen aus Würgassen in ihren rosa Kleidchen auf sich. Hingucker waren ohne Zweifel auch die historischen Fahrräder, die Franz-Josef Kappmeier und Willi Spieker organisiert hatten. Passend zu 600 Jahren Stadtrechte erinnerten sie an 200 Jahre Fahrrad. „Vor 50 Jahren hat dieses Hochrad auch schon am Umzug teilgenommen. Aber es ist so schwer zu fahren, da ziehe ich es lieber", sagte Franz-Josef Kappmeier. Sogar die hölzerne Ur-Draisine von 1817 war mit von der Partie. „Es ist uns gelungen, Menschen aus dem ganzen Stadtgebiet in dieses Jubiläum miteinzubeziehen", freute sich Bürgermeister Hubertus Grimm. Dann überließ er seinem Ehrengast das Mikrofon. Er freue sich, wieder in Beverungen zu sein, sagte Laschet. „Hier ist das Eingangstor zu NRW, hier ist der Anfang unseres Bundeslandes." Einmal durch NRW sei er gefahren – von der belgisch-niederländischen Grenze bis zur niedersächsisch-hessischen Grenze. Er werde den ländlichen Raum stärker in den Blick nehmen, versprach der Landesvater. Bessere Verkehrsanbindungen, besseres Internet, mehr Polizeipräsenz – all das werde jetzt in Angriff genommen. Und dann gab es noch viel Lob für Beverungen, das seine Stadtrechte 1417 und damit noch vor der Entdeckung Amerikas erhielt. „Beverungen verbindet Heimatverbundenheit und Weltoffenheit", meinte Laschet. „Was Sie hier kulturell auf die Beine stellen, strahlt weit über die Landesgrenzen hinaus", betonte der Ministerpräsident mit Blick auf das Konzert mit Amy Mac Donald. 230 Grundschüler haben heute schulfrei Nach dem Festakt zog dann der schier unendliche Umzug mit acht Musikapellen durch Beverungen. Mittendrin das Königspaar Norbert Richter und Alexandra Groppe mit ihren jungen Hofdamen in leuchtend roten Kleidern. Später nahmen die Majestäten dann in der Kutsche Platz und fuhren über die Lange Straßen vorbei an den winkenden Ehrengästen auf der Tribüne und den jubelnden Zuschauern am Straßenrand. Und die 230 tapferen kleinen Grundschüler aus Beverungen und Dalhausen, die können sich heute in aller Ruhe vom großen Festumzug erholen. Denn heute haben sie schulfrei – verdientermaßen.

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