Am Katzohlbach: Bürgermeister Burkhard Deppe (v. l.), Boris Stemmer (Hochschule OWL) und Baudezernent Martin Kölczer am Katzohlbach im hinteren Bereich der ehemaligen Eggelandklinik. - © Simone Flörke
Am Katzohlbach: Bürgermeister Burkhard Deppe (v. l.), Boris Stemmer (Hochschule OWL) und Baudezernent Martin Kölczer am Katzohlbach im hinteren Bereich der ehemaligen Eggelandklinik. | © Simone Flörke

Bad Driburg 1,3 Millionen Euro für grüne Projekte in Bad Driburg

Bad Driburg kann gut 1,3 Millionen Euro für die Verbesserung der Infrastruktur in der Kernstadt investieren – 80 Prozent der Kosten werden gefördert

Simone Flörke

Bad Driburg. 1,3 Millionen Euro als Gesamtprojektsumme kann die Stadt Bad Driburg für die Verbesserung der grünen Infrastruktur einsetzen. 80 Prozent davon bekommt sie als Fördermittel aus dem Efre-Aufruf „Grüne Infrastruktur NRW". Bedingung: Die Anträge müssen bis Juni 2018 auf Landesebene eingegangen sein. Neben Höxter (über 3,57 Millionen Euro Förderempfehlung) ist Bad Driburg die zweite Kommune aus dem Kreis Höxter, die in den Genuss dieser Förderung kommt. Die übrigen 20 Prozent der Summe müssen aus Mitteln der Stadt zugesteuert werden. Umgesetzt sein müssen alle Projekte bis Ende 2022. Starker Projektpartner bei den Vor- und auch bei den weiteren Planungen ist – wie in Höxter auch – in Bad Driburg die Hochschule OWL am Campus in Höxter. „Die Stadt dankt der Hochschule für die großartige Unterstützung bei der Erstellung des Konzeptes", so Baudezernent Martin Kölczer. „Ohne dies wär eine Beteiligung der Stadt an dem Efre-Call ,Grüne Infrastruktur‘ nicht möglich gewesen. Wir wollen die Zusammenarbeit mit der Hochschule gern fortsetzen", betont er. Drei Projekte im Fokus Drei Projekte kann die Kurstadt mit dieser Förderempfehlung voranbringen: Das blaue Band im Stadtgebiet, den Katzohlbach (Gesamtsumme: 400.000 Euro), den Aktiv- und Gesundheitspark am Katzohlbach (794.000 Euro) und den Abenteuerspielplatz in der Südstadt (120.000 Euro). Als „eine Chance" mit einem „sinnvollen Thema" bezeichnet Kölczer diese Fördermöglichkeit, die drei Teilprojekte des großen Ganzen ausgewählt habe. Neben der ökologischen Aufwertung und der Wegeverbindung im Bereich des Katzohlbaches sei es der Stadt auch wichtig gewesen, bei den vorgestellten Möglichkeiten das Miteinander der Generationen und die soziale Teilhabe in den Fokus zu rücken. Größtes der drei Projekte ist der Aktiv- und Gesundheitspark am Katzohlbach. Die Stadt möchte das 55.000 Quadratmeter große Gelände der ehemaligen Eggelandklinik vom Land erwerben und auf einer Teilfläche von rund 15.000 Quadratmetern einen solchen Park errichten – eine Idee, die es schon seit 2012 gibt. Der Park könne beispielsweise einen Barfußpfad, eine Finnbahn, Outdoor-Fitnessgeräte oder auch einen Kneippgarten umfassen und solle für alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten offen sein. Umgestaltung des 3,5 Kilometer langen Katzohlbaches Die Umgestaltung des durchs Stadtgebiet fließenden Katzohlbaches mit seiner Länge von 3.500 Metern soll an dieser Stelle eingegliedert werden: So soll der Zustand (in weiten Teilen kanalisiert) deutlich verbessert und von der Quelle bis zur Mündung eine Wegeverbindung für den Rad- und Fußverkehr entwickelt werden. Der Bach selbst soll weitgehend renaturiert werden, ein Naturerlebnispfad oder ähnliches Einheimische wie Touristen ansprechen. Im verdichteten Quartier in der Südstadt soll im Bereich der Bachaue nahe der Bundesstraße 64 ein Abenteuerspielplatz entstehen – „Raum zum Austoben und Luftholen", wie es heißt. Inklusive Anbindung an das jenseits der Bahnlinie liegende Quartier „Steinberg" und speziell ausgerichtet auf die Themen Natur und Umwelterfahrung.

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