Im Herzkatheter-Labor: Im Bad Driburger Krankenhaus können jetzt herzkranke Patienten untersucht sowie Stents oder Schrittmacher eingesetzt werden. Die neue Technik inspizieren Verwaltungsratsvorsitzender Marcel Giefers (v. l.), Chefarzt Eckhard Sorges, Detlef Michael Ringbeck als neuer Chef der Kardiologie in Bad Driburg sowie Reinhard Spieß als Geschäftsführer der Hospitalvereinigung Weser-Egge. - © Manuela Puls
Im Herzkatheter-Labor: Im Bad Driburger Krankenhaus können jetzt herzkranke Patienten untersucht sowie Stents oder Schrittmacher eingesetzt werden. Die neue Technik inspizieren Verwaltungsratsvorsitzender Marcel Giefers (v. l.), Chefarzt Eckhard Sorges, Detlef Michael Ringbeck als neuer Chef der Kardiologie in Bad Driburg sowie Reinhard Spieß als Geschäftsführer der Hospitalvereinigung Weser-Egge. | © Manuela Puls

Bad Driburg Herzkatheter gibt es jetzt auch in Bad Driburg

Einweihung: Die neue Kardiologie im St.-Josef-Hospital ist offiziell eröffnet worden. Chefarzt ist Detlef Michael Ringbeck

Manuela Puls

Bad Driburg. Herzkranke Patienten sind jetzt im Kreis Höxter noch besser versorgt. Nach Investitionen in Höhe von rund einer Million Euro ist die neue Kardiologie in Bad Driburg nun offiziell eröffnet worden. Der neue Chefarzt Detlef Michael Ringbeck (51) und sein Team können dort Herzkatheter-Untersuchungen machen und sogar Stents, Schrittmacher oder Defibrillatoren einsetzen. „Für Patienten in der Umgebung verkürzt sich die Fahrzeit im Notfall erheblich", freut sich Reinhard Spieß als Geschäftsführer der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) im Kreis Höxter. Bisher mussten Wege nach Höxter oder Paderborn zurückgelegt werden – und bei einem Herzinfarkt zählt nun einmal jede Minute. Ausgestattet mit einem Herzkatheterlabor Ausgestattet ist das Bad Driburger St.-Josef-Hospital jetzt mit einem Herzkatheterlabor zur Diagnose von Herzerkrankungen. Der Katheter wird durch eine schlüssellochgroße Öffnung an der Leiste oder am Unterarm eingeführt. Verengte oder verschlossene Herzkranzgefäße können dabei mit einem Ballon aufgedehnt und mit einer Stütze versehen werden. „Durch diese modernen Methoden ist die Sterblichkeit bei Herzinfarkten stark zurückgegangen", erklärte der erfahrene Kardiologe Eckhard Sorges aus Höxter, mit dem die neue Abteilung in Bad Driburg eng zusammenarbeitet. Geleitet wird die Bad Driburger Kardiologie von Sorges ehemaligem Schüler Detlev Michael Ringbeck. „Er arbeitet schon seit zehn Jahren für unsere Hospitalvereinigung", betonte Verwaltungsratsvorsitzender Marcel Giefers bei der Einführung. Ringbeck ist auch ausgebildeter Internist, Intensiv-, Notfall- und Sportmediziner. So war er zum Beispiel einer der ersten Notärzte, die beim ICE-Zugunglück in Eschede halfen. Stationen seiner bisherigen Tätigkeit waren Brunsbüttel, Gifhorn, die Weserberglandklinik in Höxter, das Klinikum Lippe in Detmold, Wolfsburg, das St.-Ansgar-Krankenhaus Höxter und St. Rochus Steinheim. Seit April ist der Mediziner damit befasst, die Kardiologie in Bad Driburg aufzubauen. „Es läuft gut, auch die Patientenzahlen stimmen", zieht Ringbeck eine positive Startbilanz.

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