Heute: Nach 60 gemeinsamen Jahren als Ehepaar sind die Veronika und Josef Meier so vertraut, wie am ersten Tag. Oft sitzen sie auf der Bank in ihrem Garten, den die beiden 88-jährigen immer noch zusammen hegen und pflegen. FOTO: SILKE RIETHMÜLLER - © Silke Riethmüller
Heute: Nach 60 gemeinsamen Jahren als Ehepaar sind die Veronika und Josef Meier so vertraut, wie am ersten Tag. Oft sitzen sie auf der Bank in ihrem Garten, den die beiden 88-jährigen immer noch zusammen hegen und pflegen. FOTO: SILKE RIETHMÜLLER | © Silke Riethmüller

Bad Driburg Josef und Veronika Meier feiern Diamantene Hochzeit

Am 8. August 1957 gaben sie sich in der Pfarrkirche des Weberdorfes Alhausen das Ja-Wort

Silke Riethmüller

Bad Driburg. Seit sechs Jahrzehnten sind Josef und Veronika Meier, geborene Niggemann, verheiratet und wirken immer noch so vertraut, wie am ersten Tag. „Manchmal beendet der eine den Satz des anderen oder spricht etwas aus, was der andere gerade dachte", sagt die 88-Jährige. „Und wir haben uns in 60 Jahren Ehe nie gestritten", ergänzt Ehemann Josef. Die beiden kennen sich seit Kindertagen, wuchsen nicht weit entfernt voneinander im Weberdorf Alhausen auf. Dort besuchten sie gemeinsam die Schule, gingen in eine Klasse. Schon während der Schulzeit hätten sie manchmal Händchen gehalten, verrät Josef Meier. „Für mich war es von Anfang an die große Liebe", betont der 88-Jährige mit einem Lächeln. Nach dem Volksschulabschluss 1943 absolvierte Veronika Meier ein Landjahr im Münsterland und begann anschließend eine zweijährige Ausbildung bei der Kreissparkasse. In der Versorgungskuranstalt, der späteren Eggelandklinik, war die junge Frau danach acht Jahre als Verwaltungsangestellte tätig und arbeitete einen Sommer lang in der Gräflichen Kurverwaltung in Bad Driburg, bevor sie wieder zur Sparkasse wechselte. Josef Meier besuchte nach dem Schulabschluss die Handelsschule in Detmold. 1944, mit 16 Jahren, wurde er dann Soldat. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann der junge Mann eine Lehre bei der Bad Driburger Stadtverwaltung. 38 Jahre war er für die Stadt tätig, die letzten zehn davon als stellvertretender Stadtdirektor und Kämmerer. „In dieser Zeit habe ich viele bedeutende Projekte und Entscheidungen mit auf den Weg gebracht", blickt der Pensionär mit Stolz auf sein Berufsleben zurück. Seine Ehefrau Veronika habe ihm dabei in all den Jahren den Rücken frei gehalten. Am Bad Driburger Lindenweg kaufte das junge Paar nach der standesamtlichen Trauung im Jahr 1956 ein Grundstück und baute dort mit sehr viel Eigenleistung ein Eigenheim. „Wir sind ganz klein angefangen", erinnert sich Josef Meier. Die Hochzeitsfeier nach der Trauung in der Alhauser Pfarrkirche am 8. August 1957 war gleichzeitig der erste Tag im gerade erst fertiggestellten Haus für die frisch vermählten Eheleute. Auch die drei Kinder des Paares, Manfred, Doris und Christa, wuchsen hier auf. Wenn die ganze Familie mit fünf Enkeln und einem Urenkel die Großeltern besucht, dann ist das Haus voll. „Sie kommen alle sehr gerne zu uns, ganz besonders beliebt ist dann der selbstgebackene Kuchen oder mein Kartoffelsalat", freut sich Veronika Meier. Audienz bei Papst Johannes Paul II. 1983 in Rom Nach der Pensionierung haben Veronika und Josef Meier gemeinsam viele Urlaubsreisen unternommen. Die führten die beiden Bad Driburger in alle Ecken von Deutschland oder nach Südtirol, aber auch bis nach China, Russland oder zum Nordkap. Besonders im Gedächtnis geblieben ist ihnen aber eine Audienz bei Papst Johannes Paul II. 1983 in Rom. „Diese Begegnung wirkt immer noch nach", erzählt Josef Meier. Das liebste Hobby des rüstigen Rentnerpaares, das zusammen im Alhauser Kirchenchor sang, ist bis heute der Garten. 36 Jahre lang sang Veronika Meier zudem im Bad Driburger Frauenchor, seit 58 Jahren ist sie Mitglied in der Katholischen Frauengemeinschaft. Josef Meier ist Gründungsmitglied des Sportvereins Rot-Weiß Alhausen und der St.-Vitus-Schützengilde, wo er sich über viele Jahrzehnte engagierte. Mit Familie und Freunden feiert das Jubelpaar am 8. August seine Diamantene Hochzeit mit einem Dankgottesdienst um 11 Uhr in der Pfarrkirche St. Vitus in Alhausen. Die Messe hält Josef Meiers Patensohn aus Essen. Weiter geht es dann im Anschluss im Restaurant „Zum Mühlengrund".

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