Zeit für die Steinwolle: Baudezernent Martin Kölczer und Architekt Wolfgang Tewes begutachten die Baustelle. Der Rohbau des neuen Schulgebäudes steht. Die Kosten liegen bei 800.000 Euro. - © Mareike Gröneweg
Zeit für die Steinwolle: Baudezernent Martin Kölczer und Architekt Wolfgang Tewes begutachten die Baustelle. Der Rohbau des neuen Schulgebäudes steht. Die Kosten liegen bei 800.000 Euro. | © Mareike Gröneweg

Bad Driburg Rohbau für neues Schulgebäude in Bad Driburg steht

Baustelle: Die zwei Grundschulen in der Kernstadt werden zusammengelegt und bekommen dafür nicht nur mehr Platz, sondern auch eine Mensa im geplanten Gebäude. Im Herbst soll alles fertig sein

Mareike Gröneweg

Bad Driburg. Grundschüler verbringen heute deutlich mehr Zeit im Klassenzimmer als noch vor zehn Jahren. „Die Schulkonzepte ändern sich stark", weiß auch Baudezernent Martin Kölczer. Für die Schulgebäude bedeute das in erster Linie: Es entstehen neue Anforderungen an die Räume. „Es wird mehr in Differentialkursen und Kleingruppen unterrichtet. Und die Kinder brauchen eine große Mensa", sagt Kölczer. Daher bekommen die Katholische Grundschule (KGS) und die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) in Bad Driburg, die in diesem Jahr fusionieren, ein neues Gebäude. Der Rohbau des 800.000 Euro teuren Baukomplexes steht. Insgesamt erstreckt sich das Gebäude über eine Fläche von 770 Quadratmeter. „Davon gehören 300 Quadratmeter zu einem alten Gebäude, das umgebaut wird. Die anderen 470 Quadratmeter sind die Erweiterung", erklärt Wolfgang Tewes von der Stadt Bad Driburg, der das Bauprojekt als Architekt bereut. In dem neuen Schulgebäude soll laut Kölczer im Erdgeschoss eine Mensa Platz finden, in der 300 Kinder essen können. „Bislang gibt es in den beiden Grundschulen nur kleine Mensen, die früher Klassenzimmer waren und umfunktioniert wurden", sagt Tewes. Ansonsten seien noch ein Lehrerzimmer sowie die Klassenräume der Erst- und Zweitklässler geplant. „Damit die Kleinsten etwas behüteter sind und nicht zu viele Raumwechsel haben, werden sie komplett im Neubau untergebracht", berichtet Kölzcer. Gefördert aus Landesmitteln Die geplanten 800.000 Euro sollen laut Kämmerer Franz-Josef Koch nicht nur die Kosten des Umbaus decken, sondern auch die Anschaffung einer Küche sowie der Technik. Nur die Einrichtung sei nicht in die Summe mit einkalkuliert. „Ich hoffe, dass im späten Herbst alles fertig ist", kündigt Tewes an. Gefördert wird der Umbau aus Mitteln des Landesprojekts „Gute Schule 2020". Ein wichtiger Aspekt bei Planung und Umbau war das Thema Inklusion. Eine Rampe soll die Fahrt ins erste Stockwerk ermöglichen und so auch die Kosten schmälern: „Wir werden erstmal keinen Aufzug einbauen, da diese einen großen Unterhaltungsaufwand haben", berichtet Kölczer. Eine spätere Einsetzung sei jedoch möglich. Als Farben sollen laut Tewes weiß, dunkelgrau und dunkelrot die Fassade zieren. „Der Hingucker wird ein rundes Fenster über dem Haupteingang." Auch einige Fenster und Rahmen wurden bereits eingesetzt. „Mitte nächster Woche soll das Gebäude baulich mit Türen und Fenstern geschlossen werden", sagt Tewes. Das nächste Großbauprojekt der bald zusammengehörenden Katholischen Grundschule und der Gemeinschaftsgrundschule ist bereits geplant. „Eine Art Aula wird gewünscht. Dafür müssen wir andere Gebäude umbauen", sagt Kölczer. Ein Baubeginn sei dafür jedoch noch nicht geplant.

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