Bilster-Berg-Geschäftsführer Hans-Jürgen von Glasenapp - © Jekaterina Knyasewa
Bilster-Berg-Geschäftsführer Hans-Jürgen von Glasenapp | © Jekaterina Knyasewa

Pömbsen Bilster Berg: Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

Kein hinreichender Tatverdacht der Untreue

Mathias Brüggemann

Pömbsen. Die Paderborner Staatsanwaltschaft hat ihre Untreue-Ermittlungen zum Bilster Berg Drive Resort eingestellt. Der Geschäftsführer und der Beiratsvorsitzende haben sich demnach nichts zu Schulden kommen lassen. Das teilte die Bilster Berg Drive Resort am Donnerstag mit. Laut Staatsanwaltschaft habe sich weder gegen Hans-Jürgen von Glasenapp noch gegen Hans-Joachim Pillich ein hinreichender Tatverdacht ergeben, berichtete Radio Hochstift. Die Untreue-Vorwürfe hatten seit August vergangenen für viel Aufsehen gesorgt. Es ging unter anderem um angeblich überhöhte Tantiemen, die von Glasenapp an sich selber ausgezahlt haben sollte. Die von sieben Gesellschaftern der Bilster Berg Drive Resort erhobenen Vorwürfe hätten sich als haltlos erwiesen, heißt es in einer Presseerklärung des Unternehmens. In keinem der sieben Einzelvorwürfe habe die Staatsanwaltschaft strafrechtlich relevantes Verhalten erkennen können. Am 16. August vergangenen Jahres wurden sowohl die Geschäftsräume der Bilster Berg Drive Resort als auch das Privathaus von Geschäftsführers Hans-Jürgen von Glasenapp aufgrund des Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft Paderborn durchsucht. Zeitgleich wurde eine solche Durchsuchung bei Hans-Joachim Pillich, dem Beiratsvorsitzenden der Gesellschaft, in Recklinghausen vorgenommen. Hintergrund der Durchsuchungen war die Strafanzeige von sieben Gesellschaftern wegen des Verdachts der Untreue. Wie das Unternehmen in seiner Presseerklärung weiter schreibt, sei die Anzeige „von einem ehemaligen Mit-Geschäftsführer (gemeint ist Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff, Anm. d. Red.) und einem im Mai 2016 von der Gesellschafterversammlung eingesetzten Mit-Gesellschafter, der als Schlichter zwischen den Gesellschafter-Parteien vermitteln wollte", angestoßen worden. Eine große Mehrheit der Gesellschafter des Unternehmens sei aber mit der Arbeit und der Vorgehensweise des Schlichters nicht einverstanden gewesen, so dass dieser im Dezember 2016 wieder abgesetzt worden sei. Nachdem die Vorwürfe gegen von Glasenapp und Pillich bekannt wurden, habe die Bilster Berg Drive Resort eine eigene interne Untersuchung eingeleitet. Ein Untersuchungsausschuss sei mit den übrigen Beiratsmitgliedern und dem Prokuristen gebildet worden. Dem Ausschuss sei die unabhängige Aufklärung und zivil- und gesellschaftsrechtliche Bewertung der Vorwürfe angeordnet worden. Der Prokurist des Unternehmens sei beauftragt und ermächtigt worden, sämtliche hierzu erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Er schaltete mehrere Anwaltskanzleien ein, die zu dem Ergebnis gekommen seien, dass die sieben angezeigten Vorwürfe unbegründet und falsch seien. Geschäftsführer Hans-Jürgen von Glasenapp: „Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft habe ich natürlich sehr erleichtert aufgenommen und bedanke mich ausdrücklich bei der ganz großen Mehrheit der Gesellschafter, dass sie mir in dieser Zeit wiederholt den Rücken gestärkt und das Vertrauen ausgesprochen haben. Dass im Rahmen der Gesellschafterversammlung am 22. November 2017 sich die große Mehrheit der Gesellschafter bei Herrn Pillich und mir für das Verhalten der sieben Gesellschafter entschuldigt und uns mit Standing Ovations applaudiert haben, war eine tolle Geste, über die wir uns sehr gefreut haben. Ich freue mich auch für Herrn Pillich, dass er im vergangenen November als Beirat wieder gewählt wurde."

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