Aktive Mitarbeit und ein konzentrierter Moderator Andreas Hollstein: Ratsherr Stefan Krämer (re.) erläutert auf dem Stadtplan seine persönlichen Ideen. - © Wolfgang Tilly
Aktive Mitarbeit und ein konzentrierter Moderator Andreas Hollstein: Ratsherr Stefan Krämer (re.) erläutert auf dem Stadtplan seine persönlichen Ideen. | © Wolfgang Tilly

Bad Driburg Bad Driburgs Südoststadt wird mit Leben erfüllt

Rund 60 Teilnehmer kommen zur ersten Planungswerkstatt in die Gesamtschule

Wolfgang Tilly

Bad Driburg. Das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) soll in dem Quartier südlich der Langen Straße, östlich des Konrad-Adenauer-Rings, westlich der Bahntrasse und nördlich der Bundesstraße 64 in einem äußerst dicht besiedelten Stadtviertel mit etwa 3.400 Einwohnern nach Aussagen von Baudezernent Martin Kölczer viele Planungsfehler bereinigen. Etwa 60 Interessierte waren der Einladung zur ersten Planungswerkstatt in der ehemaligen Mensa der Gesamtschule gefolgt und wollten unter der Moderation des Bielefelder Planungsbüros Drees und Huesmann zum Ober-Thema „Wege, Plätze, Aufenthalt“ für vier wichtige räumliche Teilbereiche (siehe Info-Kasten) ihre Anregungen und Ideen beitragen. Die Anwesenden, in drei Gruppen aufgeteilt und jeweils vom Planerbüro mit Thomas Fiebig, Alexander Fritz und Andreas Hollstein begleitet, sollten nach einem vorgegebenen Zeitplan verbessernde Maßnahmen in den einzelnen Abschnitten erarbeiten. In einer Gruppe, offensichtlich bestehend nur aus unmittelbaren Anwohnern des Umfeldes der Gesamtschule, kochte die aus ihrer Sicht in diesen Straßen völlig desolate und nicht mehr hinnehmbare Belästigung hoch. Übermäßiges Parken, Ruhestörung zur Nachtzeit und am Wochenende fußballspielende und auch betrunkene Jugendliche, mit Unrat verschmutzte Vorgärten, beschädigte Scheiben eines Gewächshauses und auch unzumutbare Behinderungen durch den Busverkehr an der Schule wurden genannt. Auch die Planung eines Anbaus an die Sporthalle von zwei neuen Räumen sorgte für weiteren Zündstoff. Einige Bürger wollten Einblick haben, wie diese neue Nutzung möglicherweise noch weiter verschärfend zur momentanen Situation beitragen könnte. Baudezernent Kölczer versuchte zu erklären, dass in einem der neu zu bauenden Räume eine Cafeteria und in dem anderen ein Büro für die städtische Integrationsmitarbeiterin zur Betreuung von Flüchtlingen eingerichtet werden soll. Im Areal Eggelandklinik wünschte sich ein Driburger den Erhalt der Parkanlage mit dem Bau zusätzlicher Fußwege wie beispielsweise von der Mühlenstraße bis zum Bahnhof. Auch die Nutzung der ehemaligen Klinik mit einer deutschlandweit ausstrahlenden Zentrale für Ernährungsfragen kam ins Gespräch genauso wie die Ansiedlung eines Baumarktes. Bei den Planungen im Stadtpark sprachen sich Anwesende für Flächen mit Spielgeräten aus. Dieses könne auch in der Katzohlbachaue angedacht werden. Ein weiterer Vorschlag ging in Richtung der Vernetzung der einzelnen Bereiche mit einem Rad- und Fußweg entlang der Auenlandschaft. Das Bielefelder Planungsbüro will jetzt alle Vorschläge der drei Gruppen aufarbeiten und dann auf der Internetseite der Stadt Bad Driburg allen Bürgern vorstellen. ? www.bad-driburg.de

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