Freuen sich auf viele Gäste: Siegmar Peter (Ansprechpartner Senioren, v.l.), Manfred Klose (Gemeindevorsteher 1997 bis 2007) und Christoph Ewering (Gemeindevorsteher). - © Silke Riethmüller
Freuen sich auf viele Gäste: Siegmar Peter (Ansprechpartner Senioren, v.l.), Manfred Klose (Gemeindevorsteher 1997 bis 2007) und Christoph Ewering (Gemeindevorsteher). | © Silke Riethmüller

Bad Driburg Neuapostolisches Gotteshaus in Bad Driburg wird 50

Am Wochenende soll der runde Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür und einem Gottesdienst gefeiert werden

Silke Riethmüller

Bad Driburg. Das 50-jährige Bestehen ihres Gotteshauses feiert die neuapostolische Kirchengemeinde in Bad Driburg am kommenden Wochenende. Am 24. Januar 1968 konnte die neuapostolische Gemeinde in der Badestadt nach rund einem Jahr Bauzeit die Einweihung ihres eigenen Kirchengebäudes in der Hildegundestraße feiern. Bis dahin fanden die Gottesdienste im Haus der Familie Schwarzendahl in der Prälat-Zimmermann-Straße statt. Der Raum in dem Privathaus wurde aber bald zu eng für die seit 1961 eigenständige und stetig wachsende Gemeinde. Das Grundstück an der Hildegundestraße befand sich bereits einige Jahre im Besitz der neuapostolischen Gemeinde und so konnte im Frühjahr 1967 mit dem Bau der Kirche begonnen werden. Finanziert wurde der Neubau von der Kirchenverwaltung. Die kleine Kirche bot zunächst Platz für 75 Besucher. Im Mai 1979 wurde das Gebäude erstmals durch einen Anbau erweitert, später kamen eine Empore und weitere Räume dazu. Nun finden in dem lichtdurchfluteten Kirchenraum bis zu 120 Gemeindemitglieder während der Gottesdienste Platz. Heute zählt die neuapostolische Gemeinde in der Badestadt, zu deren Einzugsgebiet die Städte Bad Driburg, Brakel, Nieheim und Altenbeken gehören, 115 Mitglieder. „Etwa 50 davon besuchen regelmäßig den Gottesdienst“, sagt Gemeindevorsteher Christoph Ewering. Dazu kommen seit jeher auch immer wieder viele Kurgäste. Im Jahr 2000 wurde die kleine Kirche umfangreich renoviert. Einen Teil der Arbeiten übernahmen Mitglieder der neuapostolischen Gemeinde in Eigenleistung. Während des dreimonatigen Umbaus wurden die Gottesdienste in der Kapelle des nah gelegenen Westfriedhofes gefeiert. „Die Stadtverwaltung hatte uns diesen Raum damals zur Verfügung gestellt. Dafür waren wir sehr dankbar“, erinnert sich Manfred Klose, Gemeindevorsteher von 1979 bis 2007. Das Verhältnis zwischen der neuapostolischen Gemeinde, der Stadt Bad Driburg und den anderen Kirchengemeinden in der Badestadt sei nach wie vor freundschaftlich geprägt. „Auch die Nachbarn hier in der Hildegundestraße haben uns von Beginn an sehr gut aufgenommen“, freut sich Siegmar Peter, Ansprechpartner für Senioren. Bei der Gesamtrenovierung wurde auch das neue farbenfrohe Kirchenfenster eingebaut, das der Paderborner Glasmaler und Glasdesigner Bernhard Jostmann entworfen hatte. Am Samstag, 27. Januar, lädt die Gemeinde von 11 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür in das Kirchengebäude an der Hildegundestraße ein. In kurzen Vorträgen wird die Neuapostolische Kirche im Allgemeinen und die Entstehung der Gemeinde Bad Driburg im Besonderen vorgestellt. Besucher können sich das Gebäude von innen und außen anschauen oder sich in Gesprächen informieren. Um 19 Uhr werden in einem kleinen Konzert des Gemeindechores die diversen Musikstile vorgestellt, die unter anderem in den Gottesdiensten der Neuapostolischen Kirche verwendet werden. Am Sonntag, 28. Januar, wird das Kirchenjubiläum dann um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst mit Apostel Wolfgang Schug gefeiert. Vertreter der Stadt, der Konfessionen im Raum Bad Driburg und alle Interessierten sind dazu eingeladen.

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