Viel zu schreiben: Planungsbüro-Mitarbeiter Thomas Fiebig sammelt die Vorschläge der Bürger. - © Burkhard Battran
Viel zu schreiben: Planungsbüro-Mitarbeiter Thomas Fiebig sammelt die Vorschläge der Bürger. | © Burkhard Battran

Bad Driburg Driburgs Südstadtquartier soll schicker werden

Die Stadt will mit den Bürgern ein Entwicklungskonzept auf den Weg bringen

Burkhard Battran

Bad Driburg. Es fängt schon damit an, dass es keinen richtigen Namen gibt. „Vielleicht ergibt sich ja durch den Arbeitsprozess noch eine bessere Bezeichnung, aber vorerst müssen wir mit dem Planungsbegriff der Südoststadt arbeiten", sagte Bad Driburgs Baudezernent Martin Kölczer. Es geht um das Areal südlich der Langen Straße, östlich des Konrad-Adenauer-Rings, westlich der Bahntrasse und nördlich der B 64. Das Schulzentrum mit Sport- und Schwimmhalle sowie der Stadtpark sind die zentralen öffentlichen Infrastrukturmerkmale des etwa ein Quadratkilometer großen, äußerst dicht besiedelten Stadtviertels, in dem mit rund 3.100 Einwohner etwa ein Viertel der Bevölkerung der Kernstadt lebt. »Urbane Struktur mit einer ausgeprägten baulichen wie auch sozialen Mischung« „Das Besondere an diesem Quartier ist seine recht urbane Struktur mit einer ausgeprägten baulichen wie auch sozialen Mischung, was zugleich auch eine Voraussetzung für ein lebendiges Lebensumfeld ist", erklärte Kölczer. Man merkt bloß nicht viel davon, weil in der Vergangenheit zu viele planerische Fehler begangen wurden. Das soll durch ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) unter Einbeziehung der dort lebenden Bürger so weit wie möglich behoben werden. Am Mittwoch fand in der Gesamtschule ein erster Bürgerinformationsabend statt, an dem sich rund 40 Anwohner beteiligt haben. In einer lebhaften Diskussion sprachen sich die Teilnehmer unter anderem für eine bessere Parkplatz-Beschilderung aus. Gerade auch bei Sportveranstaltungen komme es immer wieder zu chaotischen Zuständen, obwohl insgesamt ausreichend Plätze vorhanden seien. Ein Abriss der Hochhausruine wurde gewünscht wie auch eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität. So könnte beispielsweise im Stadtpark ein für die ganze Stadt attraktiver Mehr-Generationen- Groß-Spielplatz errichtet werden. Insbesondere soll auch die fußläufige Erlebbarkeit verbessert werden, indem der Verlauf des Katzohlbachs renaturiert wird und durch das gesamte Quartier ein Weg entlang des Baches angelegt wird. Damit solche Vorhaben vom Land gefördert werden können, brauche es ein städtebauliches Entwicklungskonzept, wie es jetzt im Auftrag der Stadt von dem Bielefelder Fachbüro Drees & Huesmann erstellt werden soll. „Der Fördergeber muss sehen, in welchem Gesamtzusammenhang die beantragte Maßnahme steht, dafür braucht es das ISEK, sagte Planer Jens-Peter Huesmann. Förderzusagen gibt es bereits für die Umgestaltung des Gesamtschul-Schulhofs mit Gesamtkosten von 1,4 Millionen Euro sowie für die Modernisierung der Turnhalle (916.000 Euro). Weitere Informationen zum ISEK für die Bad Driburger Südoststadt befinden sich auf der Homepage der Stadt Bad Driburg www.bad-driburg.de unter dem Menüpunkt „Bauen + Wohnen" und dem Unterpunkt „Städtebaufördergebiete".

realisiert durch evolver group