Vlotho Grünes Licht für Gewerbegebiet

Politiker streiten um mögliches Sortiment

Vlotho. Einstimmig bis auf eine Enthaltung hat der Ausschuss für Stadtentwicklung der Aufstellung des Bebauungsplanes "Minske-Markt/Meyrastraße" zugestimmt. Auf der verbliebenen Fläche gegenüber des Minske-Marktes soll ein Gewerbegebiet entstehen. Patrick Reimann vom Büro "Niemann + Steege" erläuterte gemeinsam mit Rolf Ruschemeier und Michael Fißmer von der Verwaltung, welches Warensortiment in Betracht komme.

Zulässig seien Einzelhandelsbetriebe mit einer Gesamtverkaufsfläche von maximal 5.580 Quadratmetern. Als nicht zentrenrelevante und damit als zulässige Artikel gelten zoologischer Bedarf, Sportgeräte, Elektrogroßgeräte, wobei Lampen ausgeschlossen werden sollen. Geeignet seien auch Gartenmöbel, Farben, Teppiche, Musikalien und Campingartikel. Als zentrenrelevant gelten hingegen Baby- und Sportartikel. "Diese Produkte gibt es in nächster Umgebung", so Ruschemeier.

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Darüber ärgerte sich CDU-Fraktionsschef Jürgen Flaake, er wünschte sich mehr Flexibilität: "Wenn wir solche Waren nicht zulassen, dann fahren die Kunden in die Nachbarstädte und kaufen dort ein." Ruschemeier warnte davor, den Landesentwicklungsplan zu missachten. "Um diese Regelungen kommen wir nicht herum." Wenn das Land keine Zustimmung zum Sortiment gebe, könne das Projekt gefährdet sein. Ulrich Sturhahn (SPD) sah dies genauso. "Wir sollten kein Risiko eingehen."

Dr. Dieter Gertmann kam als sachkundiger Bürger auf die ökologischen Belange zu sprechen. Er befürchtet, dass der acht Meter breite Unterhaltungsstreifen zum Forellenbach nicht ausreiche. Reimann erklärte, dass eigentlich ein schmalerer Streifen von fünf Meter Breite vorgesehen war. "Diesen haben wir allerdings größer gemacht."
Michael Fißmer erklärte, dass dieser Unterhaltungsstreifen für Reinigungsarbeiten genutzt werden soll. "Dieser Abschnitt darf nicht überplant werden." Es ginge darum, einen Kompromiss zu finden. Der Forellenbach, der in den Achtzigerjahren in ein "Beton-Bett" gezwungen wurde, liege der Stadt schon seit langem schwer im Magen. Renaturierungen seien bereits an anderen Stellen erfolgreich umgesetzt worden. Für diesen Abschnitt am Minske-Markt werde weiterhin eine sinnvolle Lösung ermöglicht.

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