Wir sind stark: Erika Nauhart (r.) und Elena Durasamy (2. v. r.) mit den Mädchen des Selbstbehauptungskurses. - © Foto: Anne Webler
Wir sind stark: Erika Nauhart (r.) und Elena Durasamy (2. v. r.) mit den Mädchen des Selbstbehauptungskurses. | © Foto: Anne Webler

Kirchlengern Mädchen lernen, "Stopp" zu sagen

Selbstbehauptungskurs: Angebot der Offenen Jugendarbeit Kirchlengern und von Femina Vita, Mädchenhaus Herford. Nächster Kurs in Hiddenhausen

Anne Webler

Kirchlengern. 22 Mädchen haben in einem Kurs der Offenen Jugendarbeit Kirchlengern und von Femina Vita, dem Frauenhaus in Herford, gelernt, "Nein" zu sagen und ihre Grenzen zu verteidigen. Der Kurs lief von Montag bis Mittwoch täglich von 10 bis 15 Uhr in der Mehrzweckhalle Kirchlengern. Die Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren lernten den festen Stand, um eventuelle Angreifer abzuwehren, lernten, ihre Grenzen wahrzunehmen und "Stopp" zu sagen, wenn jemand diese Grenzen überschreitet. Viele kennen Mobbing aus der Schule "In Rollenspielen nahmen sie abwechselnd die Rolle des Beschützers und des Beschützt-Werdens ein", erklärt Erika Nauhart von der Offenen Jugendarbeit Kirchlengern. Viele der Mädchen erführen in der Schule Mobbing. Als Opfer, aber auch als Mitläufer, die nichts sagen oder über die Witze auf Kosten anderer lachen. "Durch den Austausch hier haben die Mädchen gemerkt, dass sie nicht allein sind, sondern andere ähnliche Erfahrungen machen", sagt Nauhart. Und sie lernten, sich in andere einzufühlen. Dass es sich besser anfühlt, als Gruppe zusammenzuhalten, anstatt wenn einzelne gemobbt werden. Das Angebot des Selbstbehauptungskurses ist Teil des Projektes "Mädchen in besonderen Lebenslagen" von Femina Vita.

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