Fotodokument aus dem Streifenwagen: An der Ausfahrt Herford-Ost umfährt der Audi einen Opel. Davor ist der zweite Streifenwagen zu sehen. Die Verfolgungsfahrt endete an der Verdistraße. - © Polizei
Fotodokument aus dem Streifenwagen: An der Ausfahrt Herford-Ost umfährt der Audi einen Opel. Davor ist der zweite Streifenwagen zu sehen. Die Verfolgungsfahrt endete an der Verdistraße. | © Polizei

Herford Betrunkener Vlothoer nach Verfolgungsfahrt in Herford gestellt

Die Kamera innerhalb eines Streifenwagens dokumentiert die Flucht. Trotzdem suchen die Einsatzkräfte Zeugen, die durch die Fahrweise des Mannes gefährdet wurden

Jobst Lüdeking

Herford. Er hatte keinen Führerschein, dafür aber reichlich Alkohol: ein 21-jähriger Vlothoer, der sich in der Neujahrsnacht eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei lieferte. Gegen 2 Uhr hatten andere Autofahrer die Polizei wegen der Fahrweise des Audi A 6 mit HF-Kennzeichen alarmiert. Eine Funkstreife spürte den Wagen dann in der Vlothoer Innenstadt auf und wollte ihn stoppen. Der Fahrer jedoch beschleunigte auf rund 100 Stundenkilometer - erlaubt waren 50. "Im weiteren Verlauf fuhr der Wagen in Schlangenlinien über die Mittellinie an der Herforder Straße. Eine Fahrzeugkontrolle, die die Beamten mit Blaulicht und Anhaltezeichen ankündigten, bewegte den Fahrer nicht, den Fahrstil zu ändern", so Polizeisprecher Uwe Maser. An der Anschlussstelle Vlotho-Exter fuhr er auf die A 2 auf, raste Richtung Herford. An der ausfahrt Herford Ost, versuchte ihn die Polizei zu stoppen. "An dieser Stelle war ein weiterer Funkstreifenwagen aufgestellt, der versuchte die Abfahrt zu blockieren. Hier umfuhr der Audi die Absperrung und lenkte sein Auto um das anhaltende Fahrzeug und einen rechts daneben fahrenden Opel Zafira", so Maser weiter. Eine Kamera im Streifenwagen dokumentierte die Flucht. Über die Vlothoer Straße und die Bismarckstraße ging es Richtung Innenstadt. "Der Fahrer fuhr halsbrecherisch an vorausfahrenden Pkw trotz Gegenverkehrs vorbei und überholte diese", sagt Maser. Der Funkstreifenwagen warnte die Verkehrsteilnehmer durch das ständig eingeschaltete Martinshorn und Blaulicht. Erst auf der Verdistraße hielt der Fahrer an, sprang aus dem Wagen und versuchte zu Fuß zu flüchten und zunächst durch einen Garten zu entkommen. Die Beamten stellten den jungen Mann schließlich am Ende eines der Grundstücke und nahmen ihn fest. Wie sich später erst herausstellte, handelte es sich um einen 21-Jährigen. Einen Führerschein besitzt er nicht - und nach der Tat wird er auch wohl so schnell keinen mehr machen können. Zudem war er alkoholisiert unterwegs. Ein Richter ordnete noch in der Nacht eine Blutprobe an. Die weitere Überprüfung ergab, dass der Mann gestohlene Kennzeichen im Wagen liegen hatte und bereits wegen Diebstahlsdelikten polizeilich in Erscheinung getreten war. Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang weitere Zeugen in dem Sachverhalt, die Angaben zu den Gefährdungen an der Ausfahrtstelle und auf der Vlothoer sowie der Bismarkstraße machen können. Hinweise an das Verkehrskommissariat unter Tel. 0 52 21 88 80.

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