In dieser Woche in Hannover: Die drei Gründer von 3Tec, (v. l.) Markus Jass, Bernd Beckmann und Arno Sturm. Sie ziehen mit ihrem Unternehmen ins ehemalige Arbeitsamt (kl. Foto). - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
In dieser Woche in Hannover: Die drei Gründer von 3Tec, (v. l.) Markus Jass, Bernd Beckmann und Arno Sturm. Sie ziehen mit ihrem Unternehmen ins ehemalige Arbeitsamt (kl. Foto). | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford/Vlotho Marktführer 3Tec zieht von Vlotho nach Herford

In diesem Jahr soll die Sieben-Millionen-Euro-Marke geknackt werden

Katharina Georgi
Neue Heimat: Das ehemalige Arbeitsamt an der Wittekindstraße. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Neue Heimat: Das ehemalige Arbeitsamt an der Wittekindstraße. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford/Vlotho. Wer im großen Stil mit Holz arbeitet, kommt am Unternehmen 3Tec aus Vlotho nicht vorbei. Der 70 Mitarbeiter starke Betrieb stellt Software für die maschinelle Produktion her, zum Beispiel von Küchen. Und das so erfolgreich, dass er sich durchaus Marktführer nennen darf.

„Als wir das Unternehmen gegründet haben, waren wir zu dritt", sagt Arno Sturm. Seither wuchs 3Tec stetig, fünf Jahre nach Gründung 1997 beschäftigten die Gründer, die heute geschäftsführende Gesellschafter sind, schon 20 Ingenieure. Jetzt sind es 70 und das Unternehmen braucht mehr Platz – und mehr Mitarbeiter. Die neue Infrastruktur in Herford, wo sich 3Tec jetzt ansiedeln will, soll daher auch für mehr Attraktivität sorgen.

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Neue Heimat soll das ehemalige Arbeitsamt an der Wittekindstraße werden. Dort ist derzeit ein Standort des Esta-Bildungswerkes (Europäische Staatsbürger-Akademie) aus Bad Oeynhausen untergebracht. Das wiederum hatte im zweiten Anlauf im Oktober versucht, das Gebäude zu verkaufen. Damaliger Kaufpreis: 1,9 Millionen Euro. Ob das Gebäude zu dem Preis jetzt den Besitzergewechselt hat, „dazu geben wir keine Informationen", sagt die Geschäftsführerin von Esta, Martina Schirmacher.

Dafür teilt sie mit, dass Esta weiterhin in dem Gebäude vertreten sein wird: „Wir ziehen ins Erdgeschoss des langen Traktes und in die erste Etage des Kurztraktes." Der neue Nachbar wird die erste Etage und im kürzeren Trakt die zweite Etage belegen.

Die gemeinnützige Gesellschaft hält damit seinen Standort in Herford schon im 24. Jahr. Es ist eine von 30 Niederlassungen in der Region.

3Tec will sich insbesondere die gute Lage zum Bahnhof zunutze machen. Außerdem bietet das Gebäude mehr als doppelt so viel Platz wie die jetzigen Räume in Vlotho, „gut 3.500 Quadratmeter", sagt Sturm. Das die Softwarespezialisten mehr Platz brauchen, zeigt auch der Umsatz: Das Ziel sind 7,5 Millionen Euro für das laufende Jahr. Etwa eine Million mehr als noch 2016.

Ihre Spezialität ist Software, die insbesondere in der Küchenmöbelbranche, aber auch in anderer Industrie mit Holzfertigung eingesetzt wird. Kurz gesagt sorgt 3Tec dafür, dass alle Maschinen, die an den Fertigungsprozessen beteiligt sind, miteinander kommunizieren. Ein Stichwort ist dabei Automatisierung. Und zwar mit größtmöglicher Effizienz.

Das wird 3Tec auch in diesem Jahr beschäftigen: „Fertigung in Losgröße 1, also in großen Stückzahlen mit automatischen Linien", sagt Sturm. Gleichzeitig soll möglichst individuell produziert werden können.

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