Christian Dahm (r.) freut sich gemeinsam mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Stefan Schwartze (l.) über den erneuten Einzug in den Landtag. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Christian Dahm (r.) freut sich gemeinsam mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Stefan Schwartze (l.) über den erneuten Einzug in den Landtag. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Kreis Herford/Bad Oeynhausen Christian Dahm gewinnt im Wahlkreis Herford 90

Mit ihm werden Stephen Paul für die FDP und der AfD-Vertreter Markus Wagner über ihre Listenplätze ins Landesparlament einziehen

Jobst Lüdeking

Kreis Herford/Bad Oeynhausen. Das Ergebnis ist klar: Christian Dahm (SPD) wird auch in der kommenden Wahlperiode den Wahlkreis Herford 90 als direkt gewählter Abgeordneter im Düsseldorfer Landtag vertreten – für die heimischen Sozialdemokraten eine der wenigen positiven Nachrichten angesichts des SPD-Landestrends. Mit Christian Dahm werden aus dem Wahlkreis noch Stephen Paul für die Freien Demokraten und der AfD-Vertreter Markus Wagner über ihre Listenplätze ins Landesparlament einziehen. „Ich bin stolz, dass mir die Menschen ihr Vertrauen gegeben haben", so Dahm im Herforder Kreishaus. Gleichzeitig sei er bestürzt über das Wahlergebnis. „Das ist ein trauriger Abend für die SPD", kommentierte Stefan Schwartze, SPD-Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter, die Zahlen. „Ich bin enttäuscht", war Landrat Jürgen Müllers (SPD) Reaktion auf die erste Hochrechnung. Offensichtlich hätten die Landtagswahlen im Saarland und Schleswig-Holstein negativen Einfluss auf NRW und die Stimmung in der Partei gehabt. CDU-Kandidat Klaus Oehler landete in der Stadt Herford vor Dahm, lag aber in den meisten anderen Kommunen hinter dem Vlothoer Sozialdemokraten. Oehler zieht nicht in den Landtag ein „Wir haben zum guten Ergebnis der Landes-CDU beigetragen", sagte Oehler, räumte aber seine Niederlage ein.  Auch über die Liste – er belegt Platz 34 – wird er unter anderem auf Grund der Zahl der Unions-Direktmandate nicht in den Landtag einziehen. Anders als der AfD-Kandidat Markus Wagner, der über den Listenplatz 4 nach Düsseldorf geht. Es sei ein „zufriedenstellendes Ergebnis", so Wagner telefonisch aus der Landeshauptstadt. Gleichzeitig räumte er ein, dass man sich mehr gewünscht habe. Die Partei liege aber deutlich vor den Grünen. Grüne im Wahlkreis 90 vor der AfD Im Wahlkreis 90 ist das aber nicht der Fall, wie Grünen-Kandidatin Anika Hüting zufrieden feststellt. Zittern um den Landtagseinzug musste bis zum Redaktionsschluss noch die Linke, die knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde lag. „Wir haben auf jeden Fall zugelegt, unser Ergebnis verdoppelt", so Linken-Landtagskandidatin Inez Déjà zufrieden. Komplett abgehängt sind hingegen die Piraten im Kreisgebiet.

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