Spenge Traumbikes der 70er Jahre

Motorradausstellung im Autohaus Oldenbürger präsentiert über 100 Maschinen

VON VIKTORIA SCHMEDING
Benedikt Lippold (l.) und Heinz Pötschke vom "Motorradstammtisch Classic Bikes" schauen sich einige Maschinen näher an. Unter den gut erhaltenen "Oldies" befinden sich sowohl Rennräder als auch Ausflugsmotorräder. Teilweise sind sogar echte Exoten darunter. - © FOTO: VIKTORIA SCHMEDING
Benedikt Lippold (l.) und Heinz Pötschke vom "Motorradstammtisch Classic Bikes" schauen sich einige Maschinen näher an. Unter den gut erhaltenen "Oldies" befinden sich sowohl Rennräder als auch Ausflugsmotorräder. Teilweise sind sogar echte Exoten darunter. | © FOTO: VIKTORIA SCHMEDING

Spenge. Das Knattern ihrer Motoren ist schon aus der Ferne zu hören. Auf dem Parkplatz tummeln sich die BMWs, Kawasakis und Hondas - alle fein heraus geputzt und strahlen mit der Sonne um die Wette. "Es ist sehr beeindruckend, was für Bikes man hier sieht. Die seltenen Originale oder Exoten sehen wie neu aus", sagt Heiko Will aus Paderborn begeistert.

Bereits zum vierten Mal veranstaltet der "Motorradstammtisch Classic Bikes" eine Ausstellung der traumhaft restaurierten Bikes aus den 1970er und 80er Jahren im Autohaus Oldenbürger.
"Wir haben heute 112 Motorräder aus ganz Deutschland in der Halle stehen, so viele wie noch nie. Dabei sind dieses Jahr auch viele britische Modelle", sagt Heinz Pötschke.

Die alten Maschinen, die sie auch "Naked Bikes" nennen, sind echte Schwergewichte mit bis zu 300 Kilogramm. "Sie sind sehr wartungsintensiv und pflegebedürftig", weiß Benedikt Lippold. "Aber man kann sie selber reparieren, ganz im Gegensatz zu den heutigen Modellen, die eine sehr viel ausgereiftere Technik und Mechanik aufweisen."

Auf dem Parkplatz betrachten Ilona Himmler und Claudia Ehrlich gerade ein grünes Bike mit einer auffälligen Lackierung, die ein Skelett darstellt. "Das ist ein richtiger Hingucker, die Lackierung zieht sich über das gesamte Motorrad hinweg. Sogar die Blinker besitzen eine spitze Form wie Knochen", begutachtet Ilona Himmler die Maschine.

Ein paar Schritte weiter in der Halle schauen sich Volker Dickenhorst und sein Sohn Julius die zahlreichen Schmuckstücke auf zwei Rädern an. Das Motorradfahren ist auch ihre große Leidenschaft. Auf die Frage, ob Julius später selbst auf einer Maschine sitzen möchte, antwortet der 12-Jährige blitzschnell mit "Na klar".

Die Faszination der Bikes beschreibt Pötschke damit, dass das Motorradfahren Adrenalin pur sei. Lippold ergänzt: "Gerade jetzt, wo die Natur überall ihr frisches Grün zeigt, macht das Motorradfahren am meisten Spaß. Man bekommt den Kopf frei, gerade wenn man durch den Beruf sehr angespannt ist." Die Familie Spieler aus Harsewinkel hat die Motorradleidenschaft im Blut. "Bei uns fährt jeder Motorrad von jung bis alt. Das ist das zweitschönste Gefühl auf der Welt", sagt Bernd Spieler enthusiastisch.

Das Besondere an der Ausstellung besteht darin, dass die Besucher fast jede Marke finden. "Wir zeigen keinen Einheitsbrei, sondern eine bunte Mischung an Motorradtypen. Schließlich hat jede Marke ihre Fans und hier kommen sie alle zusammen", erläutert Pötschke. Die Besitzer der Ausstellungsstücke sind zum größten Teil Stammgäste.

"Der schönste Moment für mich ist immer der Freitagabend, wenn alle hier eintreffen und man sich aus dem vergangenen Jahr erzählt", bekennt Pötschke.

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