Natalia Khoretskaya, Hochschullehrerin an der russischen Universität Iwanowo (links), überreicht der stellvertretenden Bürgermeisterin Anne Beckmann als Gastgeschenk ein Glöckchen mit Motiven ihrer Heimatstadt. Im Hintergrund schauen weitere Mitglieder der russischen Delegation und heimische Gastgeber zu. - © FOTO: BRITTA BOHNENKAMP-SCHMIDT
Natalia Khoretskaya, Hochschullehrerin an der russischen Universität Iwanowo (links), überreicht der stellvertretenden Bürgermeisterin Anne Beckmann als Gastgeschenk ein Glöckchen mit Motiven ihrer Heimatstadt. Im Hintergrund schauen weitere Mitglieder der russischen Delegation und heimische Gastgeber zu. | © FOTO: BRITTA BOHNENKAMP-SCHMIDT

Spenge Gelebte Völkerverständigung

Gäste aus Russland kommen in Spenge ohne Dolmetscher aus

Spenge (bs). "Miteinander die Zukunft lernen" heißt das Motto einer deutsch-russischen Begegnung, an der in diesen Tagen auch viele Spenger mitwirken. Drei Studentinnen, ein Student und drei Hochschullehrerinnen der Universität Iwanowo wurden gestern im Rathaus an der Langen Straße von Anne Beckmann begrüßt. Gemeinsam mit Hartmut Duffert, Leiter der Regenbogen-Gesamtschule, und Pfarrerin Brigitte Janssens hieß die stellvertretende Bürgermeisterin die russische Delegation willkommen. Ein Dolmetscher war dabei nicht notwendig, denn die weitgereisten Gäste lehren oder studieren in ihrer Heimat Deutsch als Fremdsprache und konnten der Unterhaltung daher auch ohne Übersetzer mühelos folgen.

Im vergangenen Jahr waren durch einen Kontakt zum Freundeskreis Iwanowo erstmals einige russische Studenten und ihre Professorin an der Gesamtschule zu Gast. Pastor Dieter Stork, Ehrenvorsitzender des Freundeskreises, und Schulleiter Hartmut Duffert hatten damals die Idee, diese Form des Austausches zu intensivieren. Zahlreiche Mitwirkende aus Schule, Kirchenkreis und Freundeskreis haben daraufhin den aktuellen Austausch mit ökumenischem Hintergrund geplant und organisiert. Der Kirchenkreis Herford unterstützt die Begegnung finanziell.

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"Unsere Idee ist es, Frieden und Versöhnung zwischen dem deutschen und dem russischen Volk auf der Basis des christlichen Glaubenszeugnisses zu fördern", erklärte Stork. "Uns ist es dabei vor allem wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen, und unseren Schülern auch einmal den Blick Richtung Osten zu öffnen", ergänzte Duffert.

Auch die russischen Gäste, von denen einige jetzt zum ersten Mal in Deutschland sind, fühlen sich dem Versöhnungsgedanken verpflichtet. "Wir freuen uns, dazu beitragen zu können, die Verständigung zwischen den Völkern zu verbessern", sagte Natalia Khoretskaya, Dozentin an der Uni Iwanowo.

In den kommenden Tagen werden die Besucher aus Russland Gelegenheit haben, das deutsche Bildungssystem näher kennenzulernen. Hospitationen in der Uni Bielefeld, in der Grundschule Spenge/Hücker-Aschen, in einem evangelischen Kindergarten, im Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg in Herford und ein Projekttag an der heimischen Gesamtschule stehen auf dem Programm. Außerdem besucht die Gruppe die Städte Köln, Osnabrück und Bielefeld sowie die Weihnachtsmärkte der Region. Am 1. Advent soll gemeinsam der sonntägliche Gottesdienst in der Martinskirche gestaltet werden.

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