Michael Hellwig (links), Leiter des Engeraner Rumpelstilzchen-Literaturprojekts, und Künstler Alexander Kapitanowski zeigen zwei der 29 "Gesichter". Neben prominenten Köpfen wie Johann Friedrich Schiller oder Marylin Monroe hat Kapitanowski auch antike Figuren und Schüler des Widukind-Gymnasiums gezeichnet. Alle Werke sind ab Sonntag im Spenger Rathaus zu sehen. - © FOTO: MIRIAM SCHARLIBBE
Michael Hellwig (links), Leiter des Engeraner Rumpelstilzchen-Literaturprojekts, und Künstler Alexander Kapitanowski zeigen zwei der 29 "Gesichter". Neben prominenten Köpfen wie Johann Friedrich Schiller oder Marylin Monroe hat Kapitanowski auch antike Figuren und Schüler des Widukind-Gymnasiums gezeichnet. Alle Werke sind ab Sonntag im Spenger Rathaus zu sehen. | © FOTO: MIRIAM SCHARLIBBE

Spenge Der Kunst ins Gesicht geblickt

Ausstellung im Spenger Rathaus / Alexander Kapitanowski zeichnet historische und aktuelle Personen

VON MIRIAM SCHARLIBBE

Spenge. Kunst ist eine Form der Kommunikation. Für Alexander Kapitanowski sind seine Bilder die Möglichkeit, in einen Dialog zu treten - zum Beispiel mit den zehn Schülern des Engeraner Widukind-Gymnasiums, die sich durch seine Kunstwerke zu Prosatexten haben inspirieren lassen. Das geschriebene Wort und das gemalte Werk werden jetzt gemeinsam ausgestellt. Am Sonntag, 4. November, eröffnet Kapitanowski gemeinsam mit den jungen Autoren die Ausstellung "Gesichter" im Spenger Rathaus.

Emotionen lassen sich auf vielfältige Weise kreativ ausdrücken. Alexander Kapitanowskis Gefühle finden schon seit Jahrzehnten über Farben und Striche ihren Weg aufs Papier. Seine Tochter versucht es derweil eher mit dem Schreiben. Die zwölfjährige Rina Bella Kapitanowski ist eine von zehn Schülern des Engeraner Widukind-Gymnasiums, die sich beim Rumpelstilzchen-Literaturprojekt als Autoren versucht haben. Ihre Texte ergänzen die Bilder des malenden Vaters. Alexander Kapitanowskis zentrales Thema sind Menschen. Er konzentriert sich dabei vor allem auf Porträts. Unter dem Titel "Gesichter" hat er für die neue Ausstellung im Spenger Rathaus 29 Porträts gemalt. Aus Kohle, Pastell- und Tafelkreiden sind beeindruckende Kunstwerke entstanden. Kapitanowskis Gemälde zeigen sowohl historische Figuren, als auch prominente Politiker oder Künstler. "Stalin ist dabei, Putin ist dabei, aber auch Marylin Monroe", sagt Kapitanowski.

Genauso hat der 58-Jährige aber auch weniger bekannte Gesichter gezeichnet - unter anderem das seiner Frau und das seiner Tochter, aber auch die Gesichter von sechs der zehn anderen Jungautoren. Die Schüler wiederum haben sich von den Bildern zu ihren Texten inspirieren lassen.

"Einige Texte wurden gezielt zu bestimmten Porträts geschrieben", erklärt Michael Hellwig. "Andere Texte sind einfach unter dem Stichwort ’Gesichter’ entstanden und wurden später einem passenden Werk zugeordnet." Bild und Text sollen aber auch einzeln für sich sprechen.

"Meine Motivation ist es, immer im Dialog zu sein", sagt Kapitanowski. "Ich bin durch meine Bilder im Dialog mit der Geschichte und im Dialog mit den jungen Menschen. Die kommen wiederum in Dialog mit mir, der Kunst und der Geschichte."

Einige ihrer Texte werden die Schüler bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag, 4. November, um 11.30 Uhr vorlesen. Bilder und Texte sind dann sechs Wochen lang - bis Freitag, 14. Dezember - in der Galerie des Spenger Rathauses zu sehen.

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