Gelungene Eröffnung: (vl.) Heidrun Hellmann, Theo Schäfer und die Künstlerin Doris Grabbe, feiern den Beginn der Ausstellung. - © Jette Momberg
Gelungene Eröffnung: (vl.) Heidrun Hellmann, Theo Schäfer und die Künstlerin Doris Grabbe, feiern den Beginn der Ausstellung. | © Jette Momberg

Spenge Ausstellung der Künstlerin Doris Grabbe eröffnet

Spenger Rathaus: Werke sind bis Januar in den Fluren des Verwaltungsgebäudes zu sehen. Der Mensch steht im Mittelpunkt

Jette Momberg

Spenge. Es war ein sehr emotionaler Moment für die Künstlerin Doris Grabbe, als jetzt ihre Ausstellung „Gedanken in Farbe" im Rathaus Spenge eröffnet wurde. Begleitet von einigen „musikalischen Tupfen" von Wolfgang Seack eröffnete sie gemeinsam mit Theo Schäfer die Ausstellung, zu der 44 ihrer Werke zählen. Diese sind nun bis Anfang Januar in den Fluren des Verwaltungsgebäudes zu sehen. Nach einem ersten musikalischen Einstieg von Wolfgang Seack, der wie die Malerin aus Bad Salzuflen stammt, mit dem Lied „Gut wieder hier zu sein" begrüßte Heidrun Hellmann von der Stadt Spenge die Anwesenden. Die kamen sowohl aus dem Bekanntenkreis der Künstlerin als auch aus Spenge. Künstler aus Herford Anschließend führte Theo Schäfer in die Ausstellung ein. Er ist selbst als Künstler in Herford tätigt und ihn verbindet mit Doris Grabbe nicht nur die Kunst, sondern auch eine lange Freundschaft. Doris Grabbe stellt den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Durch ein traumatisches Ereignis – dem Tod ihres Sohnes – fand sie zur Malerei. Ihre Werke drehen sich um die Mitte zwischen Harmonie und Spannung, die auch sie selbst durch das Malen wiedergefunden hat und mit der sie sich auseinandersetzt. „Ich suche nicht, ich finde" Ihr künstlerische Vorgehen stellt Theo Schäfer in die Tradition Picassos, frei nach dem Motto: „Ich suche nicht, ich finde." Doris Grabbe schaue nicht zielorientiert, sondern entdeckend in die Welt hinein, betont er. Dies spiegele sich auch in ihren Werken wider. Die Künstlerin verwendet anstatt eines Pinsels einen Spachtel, mit dem man besonders gut Vielfarbigkeit im Bild hervorrufen kann. Einheit in der Vielfalt, Ordnung im Chaos und das Streben nach Harmonie, wenn man aus dem Gleichgewicht gebracht wird – dies alles sind Themen, die sich in den Kunstwerken von Doris Grabbe widerspiegeln. Jeder, der die Werke betrachte, könne auch einen Teil von sich selbst in den Bildern entdecken, hebt Theo Schäfer hervor. Nach einem weiteren musikalischen Beitrag meldete sich Doris Grabbe auch noch einmal selbst zu Wort. Mit der Malerei versuche sie Gedanken und Emotionen in eine non-verbale Sprache zu übertragen, daher auch der Titel der Ausstellung: „Gedanken in Farbe". Das Ziel sei, dass der Gedanke vom Bild auf den Betrachter überspringe, betont Doris Grabbe, denn: „Kunst beginnt im Kopf eines jeden Einzelnen." Heimische Kunst Abschließend spielten Wolfgang Seak und Theo Schäfer noch gemeinsam auf Gitarre, Banjo und Kazoo ein Stück namens „Just a little while to stay here", welches die Eröffnung gelungen abschloss. Theo Schäfer betonte abschließend mit Blick auf Spenge als Ausstellungsort: „Ich finde es schön, dass die Möglichkeit besteht heimische Kunst zu präsentieren." Nach der Eröffnung konnten die Besucher schließlich die Werke betrachten und die Gedanken in Farbe auf sich wirken lassen.

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