Interesse ist vorhanden: 15 Bürgerinnen und Bürger aus Spenge ließen sich bei einer Veranstaltung im Ratsaal der Stadt Spenge von Andre Wagner (l.) und Annika Meißner (r.) Fördermöglichkeiten für ihre Bauvorhaben vorstellen. - © Andreas Sundermeier
Interesse ist vorhanden: 15 Bürgerinnen und Bürger aus Spenge ließen sich bei einer Veranstaltung im Ratsaal der Stadt Spenge von Andre Wagner (l.) und Annika Meißner (r.) Fördermöglichkeiten für ihre Bauvorhaben vorstellen. | © Andreas Sundermeier

Spenge Förderung auch für eine Bienenwiese

Infoveranstaltung: Bürger der Innenstadt können private Bauvorhaben fördern lassen. Das Bauprojekt muss öffentlich sichtbar sein

Andreas Sundermeier

Spenge. Eine Bienenwiese an der Kampstraße anlegen oder an der Poststraße Teile des Bürgersteiges absenken – Andre Wagner sagte mehrfach: „Das kann ich mir sehr gut vorstellen." Er kommentierte damit die Vorschläge von Spenger Bürgern, die sich ihre Baumaßnahmen fördern lassen möchten. Wagner kommt von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft und erklärte 15 Bürgerinnen und Bürgern aus der Innenstadt Spenges im Rathaussaal, wie genau sie an öffentliche Gelder kommen können. Und förderungswürdig ist eben auch der Vorschlag von Bernd Wölker, direkt neben der Kampstraße „eine Bienenwiese mit ganz vielen Wildblumen anzulegen". „Ich habe die Idee, gut 130 Quadratmeter Parkplätze dort zu entsiegeln und eine Wiese zu gestalten. Jetzt frage ich mich nur, ob ich das darf. Und ob das in Ordnung ist, auch wenn ein wenig Samen zu den Nachbarn herübergeweht werden kann." Sabrina Held hilft weiter Wagner, der zusammen mit seiner Kollegin Annika Meißner auf Einladung der Stadt Spenge die verschiedenen Förderprogramme vorstellte, empfahl dem Anwohner, sich „auf jeden Fall mit der Stadt – und hier mit der Fachfrau in Sachen Förderung, Sabrina Held – zu unterhalten." Und dann gegebenenfalls einen Förderantrag zu stellen. Gleiches legte er auch Wilfried Wagner nahe. Der hat die Idee, eine Stolperschwelle auf dem Bürgersteig vor seinem Haus an der an der Poststraße entfernen zu lassen. Und zudem will er die Fassade seines Hauses sanieren lassen. Zwei Projekte, die a) in der Innenstadt im förderfähigen Bereich des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) liegen, und b)von der Straße aus sichtbar sind. „Gute Ideen", sagte Andre Wagner. Barrierfreiheit „Ich will ja auch nur alte Schäden korrigieren", sagte Meyer. „Der Zugang zum Haus soll barrierefrei werden und dann stelle ich mir dort noch ein paar Blumen vor. Insgesamt dient das doch dazu, das Stadtbild zu verbessern." Wagner: „Und das ist auf jeden Fall im Interesse der Öffentlichkeit." Patricia Bruning fragte nach, ob eine kaputte Mauer am Schloss Mühlenburg nicht auch förderfähig sei. Die Antwort war klar: „Nein". Denn die liegt nicht innerhalb des ISEK-Gebietes. Ob denn die Mauer ihres Grundstückes an der Biermannstraße im innerstädtischen Bereich gefördert werden könne. „Da kann ich mir gut vorstellen. Fragen sie bitte konkret nach." Das will die Dame auf jeden Fall tun. Und sie hat da auch schon etwas vorbereitet: „Aber man braucht drei Kostenvoranschläge für ein Projekt, um überhaupt in die Förderung kommen zu können. Und da finden Sie mal Handwerker, die Zeit haben." 50 Prozent Förderung Neben den Kostenvoranschlägen und dem Standort gibt es noch mehrere Bedingungen für eine Förderung. Gefördert werden bis zu einer bestimmten Höhe 50 Prozent der Kosten. Die maximale Förderung beträgt 30 Euro pro Quadratmeter und bis zu 10.000 Euro insgesamt. Genaue Angaben erläutert Sabrina Held im Rathaus. Neben den Fragen nach den Zuschüssen aus dem Topf „Haus- und Hofflächenprogramm" ging es bei der Info-Veranstaltung auch um den „Verfügungsfonds". Hier sind Bürger oder auch Vereine und Institutionen gefragt, sich an Gestaltungsmaßnehmen im öffentlichen Raum zu beteiligen. Öffentlicher Bücherschrank Auch dabei kamen einige Ideen zusammen; Die Einrichtung von Spielgeräten im Lönsweg, ein Leitsystem für die Stadt oder auch die Neugestaltung der Pflasterung. „Da könnte man doch Eltern eines neugeborenen Kindes die Möglichkeit geben, jeweils einen Teil der Pflasterung im Lönsweg neu zu gestalten. Als Erinnerung. Oder einen öffentlichen Bücherschrank einzurichten, der von Flüchtlingen oder von Schulen betreut wird", regte eine Dame an.

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