Ralf, Jona, Eike und Nele Kuhlmann (v.l.) versuchten am Sonntagnachmittag mit einem Stein die Getreidekörner zu Mehl zu mahlen, so wie es zu Ritterzeiten üblich war. Dabei waren Geduld, Ausdauer und Kraft gefordert. - © Viktoria Schmeding
Ralf, Jona, Eike und Nele Kuhlmann (v.l.) versuchten am Sonntagnachmittag mit einem Stein die Getreidekörner zu Mehl zu mahlen, so wie es zu Ritterzeiten üblich war. Dabei waren Geduld, Ausdauer und Kraft gefordert. | © Viktoria Schmeding

Spenge Ritterliches Vergnügen an der Werburg Spenge

Aktivitäten auf der Spielwiese: Fröhliche Spiele begeisterten alle Teilnehmer

Viktoria Schmeding

Spenge. „Ich habe das Schaf und sogar den Ritter getroffen", sprudelte es aus Liam (4) stolz heraus. Mit dem Filzball hat er beim Ritterwerfen somit ganze vier Punkte erzielt. Die Sonne ließ etwas auf sich warten, beglückte dann aber doch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der großen Burgenolympiade an der Werburg. „Wir wollten eine schöne Aktivität für Familien in der Ferienzeit bieten, die zudem mit dem Thema Burg in Zusammenhang steht", erklärte Organisatorin und Museumspädagogin Sonja Voss. „Somit entstanden die klassischen Burgenspiele, die Spaß garantieren, Geschicklichkeit trainieren und Kraft sowie Stärke erfordern." So entstand am Sonntagnachmittag rund um die Werburg eine bunte Spielwiese, mit einfachen Mitteln aufgebaut, für Jung und Alt. Mit Pfeil und Bogen auf Ritterburg geschossen Beim Bogenschießen trafen Luis (11 Jahre) und Charlotta (7 Jahre) zielsicher die Zielscheibe in Form einer großen Ritterburg. Ein paar Schritte weiter rechts versuchten Beate Wehmeier und Silke Schildmann Ringe auf das Zielkreuz zu werfen. „Die Spiele sind sehr witzig und erinnern mich stark an meine eigene Kindheit. Es macht sehr großen Spaß", sagte Schildmann vergnügt. Von weit angereist, aus Amsterdam, war der siebenjährige Louis, der in den Ferien gerade seine Oma in Bünde besucht. Beim Stockziehen maßen beide Generationen ihre Kräfte. „Oma, ich habe schon wieder gewonnen", freute sich der junge Sieger. Nur eine Station weiter standen sich die Geschwister Emilia (6 Jahre) und Matteo (4 Jahre) mit einem kleinen Strohsack ausgestattet auf einem Baumstamm gegenüber. Dort trainierten die beiden, die passend zur Burgenolympiade in ein rosafarbenes Kleid bzw. ein Ritterkostüm geschlüpft waren, ihren Gleichgewichtssinn, den es beim Verteidigen des Strohsackangriffs zu halten galt. Einen ersten Eindruck von ritterlichen Spielen und Erlebnissen erhielt auch Justus, der mit seiner Mutter zusammen Schiffchen um die Wette zog. „Justus wird bald seinen fünften Geburtstag als Rittergeburtstag auf der Sparrenburg feiern. Hier kann er schon einmal ausprobieren, wie ihm solche Ritterspiele gefallen und bislang hat er sehr viel Spaß", erläuterte Lili Hirschhäuser. Direkt nebenan versuchte die elfjährige Laetitia möglichst wenig Wasser beim Wasserschöpfen auf der Stecke vom Wassereimer zum silbernen Becher zu vergießen. Reifenstechen und Eierlauf Bei einem Spaziergang mit ihren Eltern kamen Lukas (15 Jahre) und Niklas (10 Jahre) zufällig auf die Werburg zu und entschieden spontan, dass sie die Burgenolympiade nicht verpassen dürfen. Los ging es mit der ersten Station „Reifenstechen". Die viel zu kleinen Holzschuhe machten Stefan Heyder zu schaffen, als er mit seinem Sohn Martin in den Holzclogs beim Eierlaufen um die Wette eiferte. Insgesamt standen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern 17 Stationen zum Ausprobieren zur Verfügung. Jede Station war mit einer im Wind wehenden Ritterfahne sowie einer kurzen Spielanleitung gekennzeichnet. Auf einem Laufzettel konnten die jeweils erzielten Punkte eingetragen werden. Als Belohnung der absolvierten Stationen erhielten die Burgenolympioniken eine geprägte Medaille. Die Burgenolympiade ist nicht die einzige Ferienaktivität, die an der Werburg veranstaltet wird. Es folgen zwei weitere Ferienprogramme mit Burgen- und Bootsbau sowie die Werburger Kreativtage.

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