Am Klavier: Anna-Maria Pfotenhauer, seit dem Jahr 2003 Kantorin an der St. Martinskirche in Spenge, musiziert gern mit vielen anderen Menschen. - © Foto: Karin Wessler
Am Klavier: Anna-Maria Pfotenhauer, seit dem Jahr 2003 Kantorin an der St. Martinskirche in Spenge, musiziert gern mit vielen anderen Menschen. | © Foto: Karin Wessler

Spenge Kantorin Anna-Maria Pfotenhauer setzt auf Chor-Projekte

Interessierte aus der Region für den Chorgesang begeistern

Karin Wessler

In der St. Martinskirche singt und klingt es. Dafür sorgt Kantorin Anna-Maria Pfotenhauer. Derzeit hat sie wieder Sängerinnen und Sänger um sich geschart, um das Musikstück „Vater Unser" von Leos Janácek für gemischten Chor einzustudieren. „Das ist ein relativ kleines Werk, das wird am 18. Juni im Gottesdienst gesungen", erklärt Pfotenhauer. Seit Jahren schon hat sie immer wieder neue Ideen für Projekte, zu denen sie alle diejenigen einlädt, die gerne singen. „Natürlich ist auch der Kirchenchor dabei, der ist schon ganz sangeskräftig und zieht die neuen Sänger mit", erläutert sie. Aber immer wieder lassen sich von unterschiedlichen Chorprojekten auch Menschen aus Spenge, Enger oder auch Bünde und Bielefeld inspirieren, die (noch) nicht im Chor singen. „Die machen dann größtenteils nur für die Zeit bis zur Aufführung mit", berichtet die Kantorin. Der ein oder andere habe sich anschließend aber auch dem Kirchenchor angeschlossen. »Verschiedene Stücke sprechen auch unterschiedliche Menschen an« Regelmäßig gibt es für Kinder das weihnachtliche Krippenspiel. „Ich versuche aber auch, immer wieder Neues anzubieten." Gerne initiiere sie Projekte, in denen Eltern und Kinder mitmachen können. „Da steht dann vor allem der Spaß im Vordergrund." Die Kantorin versucht auch, abwechselnd immer mal moderne oder ältere Kompositionen anzubieten. „Verschiedene Stücke sprechen auch unterschiedliche Menschen an. Von daher sind es nicht immer dieselben Leute, die bei den Chorprojekten mitmachen." Bisher haben sich immer wieder Menschen gefunden, die gerne singen. Gelegentlich nimmt sie sich auch schwierigere Stücke vor. „Die Johannespassion ist schon anspruchsvoll." Auch für das Mozart-Requiem oder das Weihnachtsoratorium, die bereits einstudiert wurden, sei lange geprobt worden. „Das ging über einige Monate." Irgendwann würde Anna-Maria Pfotenhauer, so ihr Wunsch, Händels „Saul" einstudieren. „Aber dazu braucht man ein großes Orchester, viele Solisten und einen guten Chor – dafür wäre die St. Martinskirche wohl viel zu klein", sagt sie lachend. Für sie muss es nicht immer das ganz Große sein. „Wenn man ein kleines Projekt auf den Punkt bringt, freue ich mich genauso", bekennt die Musikerin. Seit 2003 ist Anna-Maria Pfotenhauer Kantorin an der St. Martinskirche. Sie ist froh über die gute Unterstützung innerhalb der Kirchengemeinde. „Hier herrscht eine angenehme Atmosphäre, in der ich gerne arbeite – das ist ein Segen."

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