Hans-Peter Tietze (v. l.), Beate Burghardt, Maja Thede, Werner Best, André Schröder und Werner Brand sind die aktuelle Führungsmannschaft des Werburg-Vereins. Wolf-Dieter Fißenebert und Annemarie Lorenz sind aus dem Vorstand ausgeschieden. Foto: Mareike Patock - © Mareike Patock
Hans-Peter Tietze (v. l.), Beate Burghardt, Maja Thede, Werner Best, André Schröder und Werner Brand sind die aktuelle Führungsmannschaft des Werburg-Vereins. Wolf-Dieter Fißenebert und Annemarie Lorenz sind aus dem Vorstand ausgeschieden. Foto: Mareike Patock | © Mareike Patock

Spenge Werner Best bleibt Vorsitzender des Werburgvereins Spenge

Scheune soll gemeinsam mit der Stadt energetisch saniert werden

Mareike Patock

Seit 2003 steht er an der Spitze des Spenger Werburg-Vereins: Jetzt ist Werner Best für zwei weitere Jahre zum Vorsitzenden gewählt worden. In der Jahreshauptversammlung des Vereins bestätigten ihn die Mitglieder einstimmig im Amt. „Ich werde mich mit all meiner Kraft dafür einsetzen, das Museum weiter voranzubringen und am Leben zu halten", sagte Best nach der Wahl. Im Vorstand gibt es jedoch auch einige Veränderungen: Wolf-Dieter Fißenebert – seit 14 Jahren stellvertretender Vorsitzender des Vereins – schied aus dem Führungsteam aus. Sein Amt übernimmt künftig André Schröder, der bislang Beisitzer war. „Wolf-Dieter Fißenebert hinterlässt durch seinen Rückzug eine große Lücke. Und ich werde mir größte Mühe geben, diese Lücke zu füllen", betonte Schröder. Er werde seine Ideen und seine Tatkraft für den Verein einbringen. Auch Beisitzerin Annemarie Lorenz schied nach 14 Jahren aus dem Vorstand aus. Unter anderem hat sie sich bislang federführend um die Organisation des Herbstmarkts gekümmert. Zur neuen Beisitzerin wählten die Vereinsmitglieder Beate Burghardt. Werner Brand wurde ebenfalls zum Beisitzer ernannt. Er übernimmt die Aufgabe von André Schröder. Best gab einen Ausblick auf das Jahresprogramm 2017 und weitere Projekte. Unter anderem stehe die energetische Sanierung der Werburger Scheune auf dem Plan – ein Projekt, das der Verein gemeinsam mit der Stadt Spenge angehen wolle. Zwar sei die Scheune 1988 saniert worden. Mangels einer effektiven Heizung sei sie aber „leider nur im Sommer zu nutzen", sagte Best und ergänzte: Für eine gute und effektvolle Museumspädagogik sei es aber notwendig, einen Raum zu bekommen, in dem auch im Winter Veranstaltungen für Kinder angeboten werden könnten. Die Scheune sei dafür ideal. Auch Sonderausstellungen könne das Museum dann dort veranstalten. „Denn dafür haben wir im Herrenhaus nicht den nötigen Platz." Die Scheune solle aber auch für Veranstaltungen anderer Art zur Verfügung stehen. „Wir möchten aus ihr einen multifunktionalen Raum machen, der ganzjährig zu nutzen ist", betonte Best. Die Stadt habe bereits einen Architekten beauftragt, eine erste Kostenschätzung zu erstellen. Demnach werde die energetische Sanierung der Scheune mit rund 130.000 Euro zu Buche schlagen. Wie die Finanzierung letztlich aussehen werde, werde sich zwar noch zeigen müssen. „Aber das LWL-Museumsamt hat schon großes Interesse gezeigt, sich an der Sanierung und der Einrichtung der Scheune zu beteiligen", sagte Best. Auch sei es vorstellbar, noch einmal bei der NRW-Stiftung Fördermittel zu beantragen. Sowohl das LWL-Museumsamt als auch die NRW-Stiftung hatten schon die Einrichtung des Werburg-Museums bezuschusst. Neben der Sanierung der Scheune stehen dieses Jahr auch noch einige weitere Programmpunkte an: Ab dem 3. März plant das Museum eine kleine Sonderausstellung. Dort wird dann die sogenannte Benkhäuser Liederhandschrift gezeigt – ein rund 400 Jahre altes Poesiealbum, in das sich auch die ehemalige Besitzerin der Werburg, Anna von Ledebur, eingetragen hat. Am 21. Mai steht der internationale Museumstag an und am 18. Juni das Museumsfest. „Das soll unsere erfolgreichen Mittelalterfeste ablösen", kündigte Best an. Bei dem Museumsfest werde es unter anderem viele Aktionen für Kinder geben. Am letzten September-Wochenende steht wieder der Herbstmarkt an.

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