Der Kinderchor singt für die Gemeinde. FOTO: ALEXANDRA WILKE - © Alexandra Wilke
Der Kinderchor singt für die Gemeinde. FOTO: ALEXANDRA WILKE | © Alexandra Wilke

Spenge Adventsmarkt an der Pauluskirche

Stimmungsvoll: Buntes Hüttendorf in Lenzinghausen lockte viele Besucher an

Alexandra Wilke

Spenge-Lenzinghausen. Der Duft von Punsch und gebrannten Mandeln, Musik und liebevoll verzierte Dekorationen für die Weihnachtstage – bereits zum zehnten Mal läuteten die Kirchengemeinde, örtliche Vereine und Handwerker gemeinsam mit vielen Besuchern die Adventszeit ein. Für das bunte Hüttendorf rund um die Pauluskirche planen und organisieren die Veranstalter bereits seit Juni. Eingeleitet wurde der Adventsmarkt mit einem festlichen Gottesdienst. In dessen Rahmen zündete der Leo (9) die erste rote Kerze des großen Kranzes an und der Kinderchor begrüßte die Gemeinde mit stimmungsvollen Liedern. Darüber hinaus haben sich Tanja Zimmermann, Melanie Mathes, Andrea Gressog und Edda Scheder etwas Besonderes einfallen lassen: Beim Verlassen der Kirche durfte sich jeder eine kleine Aufmerksamkeit aussuchen: liebevoll verpackte Taschentücher mit einem biblischen Vers, selbst gemachten Apfelkompott, aus alten Gesangbuchseiten gefaltete Engel oder Badepralinen. „Wir haben uns einfach gedacht, wir möchten Ihnen heute etwas Schönes schenken“, erklärte Pastor Ulrich Gressog. Vor der Pauluskirche wartete dann das Hüttendorf auf kleine und große Besucher. „Zum Glück spielt heute das Wetter mit“, sagte Ulrich Hein begeistert. „Wir freuen uns sehr darüber, dass der Adventsmarkt jedes Mal so gut angenommen wird. Hier trifft sich der Ortsteil und tauscht sich aus. Bei uns ist es immer sehr privat und persönlich.“ Eben diese familiäre Atmosphäre wissen alle Mitwirkenden zu schätzen, wie Meike Roßmann berichtete. Gemeinsam mit Gabi Pernau bot sie den Besuchern von der Freibad-Interessengemeinschaft aus den sogenannten „Heißen Elch“ an – Bratapfelpunsch vom Feinsten. Und auch die kleinen Gäste gingen nicht leer aus. Auf sie wartete das „Elchinchen“. Derweil verführte der TV Lenzinghausen mit leckeren selbst gebrannten Mandeln zum Naschen, die Grundschule Spenge-Land lud zum Glücksraddrehen ein und die Damen des Frauenabendkreises lockten unter anderem mit weißem Glühwein und einer Tombola. Insgesamt gut 15 spannenden Stände gab es an der Pauluskirche, die jeweils mit viel Liebe zum Detail überzeugten, so dass für jeden das Passende dabei war. So hat der neunjährige Henning zum Beispiel die „Rollende Waldschule“ der Jägerschaft für sich entdeckt und informierte sich an dem Lernort Natur, einer landesweiten Initiative, über die heimische Tierwelt. Musikalisch untermalt wurde das Treiben im Hüttendorf von dem Posaunenchor, den Jungbläsern, dem Kinderchor, den Riga-Bläsern, den Paulussingers und den Jagdhornbläsern. Darüber hinaus sorgten die Majoretten des Musikcorps Lenzinghausen für Unterhaltung. Den perfekten Abschluss insbesondere für die kleinen Besucher bildete letztlich der Besuch des Weihnachtsmannes. Pastor Ulrich Gressog informierte über den Ursprung des Adventskranzes: Johann Hinrich Wichern hatte ihn im Jahr 1839 für die ärmsten der armen Kinder eingeführt, die er in seinem Haus in Hamburg aufgenommen hatte. Damit die Kinder abzählen konnten, wann endlich Weihnachten ist, stattete er einen Kranz mit 20 kleinen und vier großen Kerzen aus. Er wählte einen Kranz, weil dieser aufgrund seiner runden Form symbolisiere, dass Gottes Liebe weder Anfang noch Ende hat. Außerdem steht dessen grüne Farbe für die Hoffnung.

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