Bei der Probe: Liane Böke und Klaus Obermann haben schon in vielen Stücken von "Spieltrieb" mitgewirkt und eine Menge Bühnenerfahrung gesammelt. - © Britta Bohnenkamp-Schmidt
Bei der Probe: Liane Böke und Klaus Obermann haben schon in vielen Stücken von "Spieltrieb" mitgewirkt und eine Menge Bühnenerfahrung gesammelt. | © Britta Bohnenkamp-Schmidt

Spenge Spenger Theatergruppe "Spieltrieb" mit neuem Stück

Premiere ist am 28. Oktober im Gemeindehaus Mantershagen

Britta Bohnenkamp-Schmidt

Spenge. Seit mehr als 30 Jahren begeistert die Theatergruppe "Spieltrieb" das heimische Publikum mit ihren kurzweilig-heiteren Aufführungen. Zurzeit proben die Laienschauspieler im Gemeindehaus Mantershagen die Verwechslungskomödie "Eine Braut zu viel", die am Freitag, 28. Oktober, Premiere haben wird. "Mittlerweile ist es gar nicht mehr so leicht, ein für unsere Gruppe passendes Stück zu finden", berichtet Gerald Prosenc. "Es gibt einfach nicht so viele Bühnenspiele mit mehr als zehn verschiedenen Rollen", erklärt der Leiter von "Spieltrieb". Zum ersten Mal hätten deshalb dieses Jahr nicht alle Laienschauspieler eine Rolle bekommen können. Auch Prosenc selber, der in über 25 Jahren in allen Stücken auf der Bühne mitgewirkt hat, übernimmt dieses Mal andere Aufgaben. Denn neben der Schauspielerei müssen natürlich auch Kulissenbau, Werbung und mehr organisiert werden. "Mittlerweile geht's", sagt der passionierte Hobby-Schauspieler, doch anfangs sei es "schon schwer" gewesen, nicht in einen neuen Charakter schlüpfen zu dürfen. Zwei der Hauptrollen haben bei "Eine Braut zu viel" Caroline Ruwe und Sören Scheppke inne, die sich im Stück Hals über Kopf ineinander verliebt haben und schnellstmöglich heiraten wollen. Als besonderen Gag wollen sie das familiäre Kennenlernen erst am Tag der Hochzeit stattfinden lassen. Die Elternteile kennen ihre zukünftigen Schwiegerkinder zuvor also nicht persönlich. Unmittelbar vor der standesamtlichen Trauung tauchen Olga Krimskowja und ihre Tochter Elena auf, die belegen können, dass der angehende Bräutigam erst vor Kurzem auch Elena ein Heiratsversprechen gegeben hat. Eine peinliche Situation, die dank diverser Verwechslungen zu allerlei Irrungen und Wirrungen führt. Ausgesucht haben den Schwank mit drei Akten Gerald Prosenc, Ulrike Niemeier, Reinhold Strachau und Gisela Wolff. "Immer zu Beginn eines Jahres nehmen wir uns 20 bis 30 Theaterstücke als Lektüre vor und wählen daraus ein passendes für uns aus", berichtet Prosenc. Auch eine mögliche Rollenverteilung werde dann bereits im Vorstand besprochen. "Aber die kann später immer noch geändert werden", räumt er ein. Die Sommerpause nutzen die Schauspieler gerne für den Bau ihrer neuen Kulisse. Dann wird tapeziert, gemalert und eingerichtet. "Wir haben großes Glück, dass wir hier von Anfang an im Originalbühnenbild proben können und nicht immer alles wegräumen müssen", lobt Prosenc die Bedingungen vor Ort. Seit August treffen sich die Laienschauspieler wieder regelmäßig im Gemeindehaus am Kreuzfeld und bereiten sich auf die Spielsaison 2016 vor. Zurzeit wird noch mit Textbuch in der Hand geprobt und an Gestik, Mimik und Laufwegen auf der Bühne gefeilt. "Da wird natürlich auch schon mal Kritik untereinander geübt. Aber das ist in der Gruppe kein Problem. Dafür sind wir seit Jahren eingespielt und jeder weiß, was er wem sagen kann", erklärt Prosenc und ergänzt: "Die Chemie im Team stimmt einfach." Aufführungstermine für "Eine Braut zu viel" sind der 28., 29. und 30. Oktober sowie der 4., 5. und 6. November. Freitags und samstags öffnet sich der Vorhang um 19 Uhr, sonntags bereits um 17 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Beginn.

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