Die Griesenbruchstraße: An dieser Straße wurden die präparierten Hundeköder abgelegt. Laminierte Schilder an Straßenlaternen, die mittlerweile angebracht wurden, warnen davor. - © Karin Wessler
Die Griesenbruchstraße: An dieser Straße wurden die präparierten Hundeköder abgelegt. Laminierte Schilder an Straßenlaternen, die mittlerweile angebracht wurden, warnen davor. | © Karin Wessler

Spenge Gefährliche Hundeköder in Spenge ausgelegt

Dagmar Hurdelbrink macht traurigen Fund an der Griesenbruchstraße

Karin Wessler

Spenge. „Das ist doch grausam. Wer macht den so etwas? Es ist doch echt das Letzte!" Dagmar Hurdelbrink ist außer sich. Als sie mit ihren Hund Gassi geht, entdeckt sie vor einem Wohnhaus an der Griesenbruchstraße eine Handvoll mit spitzen Metallkrampen präparierte Wurststückchen. „Mir lief es kalt den Rücken herunter. Alle Stücke, die ich gefunden habe, habe ich eingesammelt", berichtet sie. „Die Hundeköder lagen direkt vor einem Haus, das machte mich stutzig", so Dagmar Hurdelbrink. Eine andere Hundebesitzerin hat einen solchen Köder später auch in der Uhlandstraße gefunden.„Das war ein Anschlag auf große Hunde", ist Dagmar Hurdelbrink überzeugt. „Ein größeres Tier kann die Stücke eher herunter schlucken. Mein kleiner Hund hat gottseidank nur an den gefährlich präparierten Wurststücken geschnüffelt und daran geleckt", berichtet die 65-Jährige.Andere Hundebesitzer wollte sie schnellstmöglich vor dieser Gefahr warnen. „Ich habe eine Foto gemacht und auf der Internetplattform Facebook gepostet", erläutert sie. Auch habe sie andere Frauchen und Herrchen persönlich von diesem erschreckenden Fund informiert. „Die wollen jetzt alle gut aufpassen und Ausschau halten." Nicht nur nach weiteren Hundeködern, sondern auch nach Menschen, die sich vielleicht etwas auffällig verhalten.Nachbarn suchen ihre Grundstücke ab „Ein Nachbar hat zwei Schäferhunde. Der war ebenso erschrocken und hat gleich sein ganzes Grundstück abgesucht", berichtet die Spengerin weiter. Die Polizei habe sie ebenfalls informiert. Noch nie zuvor seien ihres Wissens im Bereich rund um die Griesenbruch solche Hundeköder gefunden worden.Dagmar Hurdelbrink macht sich Gedanken darüber, ob sich jemand über Hundehaufen geärgert haben könnte und mahnt: „Hundebesitzer sollten die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Lieblinge nach dem Gassigehen unbedingt mitnehmen." Es sei doch alles einfach. „Am Martinsweg etwa stehen Boxen mit den schwarzen Tüten für den Kot und entsprechende Abfalleimer", erklärt sie. „Das gehört sich doch so."Ein Hund könne doch nichts dafür, wenn er auf Gehwegen spazieren geführt werde. „Es ist doch eine Sauerei, wenn die Haufen liegen bleiben. Nicht nur für Anlieger und Spaziergänger, auch für andere Hunde, die an den Haufen anderer herumschnüffeln", erklärt sie. Der Mensch sei schließlich für seinen Hund verantwortlich.Dagmar Hurdelbrinks Foto wurde auf Facebook schon mehrfach geteilt und es wurden sehr viele Kommentare dazu verfasst. Da schreiben die Leser nicht nur „Pfui" und „Widerlich", da muss sich der unbekannte Täter auch Beschimpfungen gefallen lassen. Ein Kommentar richtet ebenfalls eine dringende Bitte an die Hundebesitzer, die Haufen nicht liegen zu lassen.Eine weitere Kommentatorin sagt, dass auch an die Wildtiere gedacht werden müsse, die könnten die gefährlichen Köder schließlich ebenfalls fressen.Als „massiv bedenklich" stuft Spenges Fachbereichsleiter Dirk Placke den Fund der Hundeköder ein. „Da kann die Verwaltung die Tierhalter nur warnen, jetzt sehr vorsichtig zu sein", betonte er.Gleich mehrere Spenger hatten die Funde bei der Polizeigemeldet. Polizeisprecher Michael Albrecht: „Es ist richtig und wichtig, einen solchen Fund bei der Polizei zu melden. Die Beamten prüfen, ob es um eine versuchte Sachbeschädigung handelt oder aber um eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz, beides ist strafbar. Und Tierquälerei ist es ohnehin."Laut Information des Polizeisprechers kommen solche Taten im Kreis Herford zwar nicht dramatisch oft, aber doch „immer mal wieder vor".

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