Spielerisches Entdecken: Barbara Hähnel-Bökens erläuterte die umfangreichen Pläne für die Gestaltung des Kinder- und Familienmuseums in der Werburg, deren Umsetzung nun beginnt.
Spielerisches Entdecken: Barbara Hähnel-Bökens erläuterte die umfangreichen Pläne für die Gestaltung des Kinder- und Familienmuseums in der Werburg, deren Umsetzung nun beginnt.

Spenge Neue Pläne für das Kinder- und Familienmuseum

Planerin stellt Einzelheiten des Kindermuseums an der Werburg vor

Jeannine Gehle

Spenge. Sprechende Vogelnester, aufregende Ausgrabungen und überraschende Erfahrungen: Bald können große und kleine Entdecker im und um das Herrenhaus der Werburg auf geschichtliche Erkundungsreise gehen. Wie genau die Pläne für das neue Kinder- und Familienmuseum aussehen, dessen Umsetzung nun beginnt, erläuterte Barbara Hähnel-Bökens vom Atelier Hähnel-Bökens aus Düsseldorf jetzt auf der Jahreshauptversamlung des Werburgvereins. „Ich freue mich sehr und bin unheimlich stolz, dass wir mit dem Atelier Hähnel-Bökens echte Profis für die Gestaltung gewinnen konnten“, betonte der Vorsitzende des Werburgvereins, Werner Best. Und auch Barabara Hähnel-Bökens lobte die „vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit“ und bekannte lachend, bereits mit dem „Werburgfieber“ infiziert zu sein. Die besondere Stimmung der Werburg nicht zu zerstören, sei ihr bei der Planung des Museums sehr wichtig gewesen, sagte sie: „Wir wollten eine Konzeption finden, die diesen magischen Ort hier reflektiert und ihn nicht erschlägt.“Orientierung an den Ausgrabungsarbeiten Zudem orientiere sie sich an den Ausgrabungsarbeiten von Werner Best. Es gehe darum, die Grabungsergebnisse in eine didaktisch nachvollziehbare Form für Kinder umzusetzen, erläuterte sie: „Sie sollen auf spielerische Art und Weise die Geschichte der Werburg erzählt bekommen.“ So werden die Exponate und die verschiedenen Themen rund um das Leben in der Zeit der Werburg nicht auf Infotafeln präsentiert. Stattdessen gibt es Zeitzeugenberichte von Mägden, Kindern und einem sprechenden Kamin und auch mit den anderen Sinnen, wie dem Geruchssinn, können die Besucher die damalige Zeit am eigenen Leib und interaktiv erfahren. Darüber hinaus können die Kinder im Ausgrabungsbereich selbst zu Archäologen werden und die Ergebnisse anschließend auswerten.Audio-Installation außerhalb des Herrenhauses Dieser Grabungs- und Auswertungsbereich im Erdgeschoss, die medienpädagogischen Räume wie die Küche, die ebenfalls auf dieser Ebene entstehen, sowie eine Audio-Installation außerhalb des Herrenhauses werden als erstes umgesetzt. Im zweiten Bauabschnitt folgt dann das Obergeschoss mit Räumen zu verschiedenen Bereichen wie dem damaligen Klima, der Schlafenssituation, Politik und weiteren Themen. „Die erste Phase kann beginnen“, kündigte Werner Best auch im Hinblick auf die Finanzierung an. Und auch für die zweite Phase sei der Großteil des Etats bereits da, versicherte er. Zudem stelle die Stadt eine Museumspädagogin an, mit der zusammen dann ein entsprechendes Konzept erstellt werde. „Ich freue mich schon darauf, mit meinen Enkeln das Museum zu besuchen“, zeigte sich die stellvertretende Bürgermeisterin Ruth Pilgrim begeistert vom Museumskonzept. Und sie fügte hinzu: „Ich bin überzeugt davon, dass das Museum in Spenge ein Renner wird.“ Neben der Umsetzung des Kinder- und Familienmuseums stehen an der Werburg auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm. Die Höhepunkte werden das Mittelalterfest am 31. Mai unter dem Motto „Erfindungen und Entwicklungen in der frühen Neuzeit“, der Tag des offenen Denkmals am 13. September und der Herbstmarkt am 27. September sein.

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