Tosender Beifall: Das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Werburg-Scheune applaudiert den DesHarmonikern und bedankt sich für eine musikalische Reise in die 20er und 30er Jahre.
Tosender Beifall: Das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Werburg-Scheune applaudiert den DesHarmonikern und bedankt sich für eine musikalische Reise in die 20er und 30er Jahre.

Melodik trifft Humor

DesHarmoniker entführen in die Welt der 20er und 30er Jahre / 140 Besucher in der Werburg-Scheune

Spenge. Gewöhnlich? Nein, das ist dieses musikalische Sextett mit Sicherheit nicht. Kai-Uwe von Hollen, Sascha Giebner, Joachim Müller, Christian Kurschus, Reimar Küstermann und Michael Adamietz passen in keine Schublade: Sechs Individualisten, die sich gesucht und gefunden haben. Als "DesHarmoniker" bringen sie Parodie, schauspielerisches Talent und die Melodien der Berliner Comedian Harmonists auf eine Bühne, oder - wie am Freitag - in die Werburg-Scheune.

Das einzige, was diese A-cappella-Vokalgruppe braucht, ist die Pianobegleitung von Sascha Giebner sowie die bekannten Texte und Melodien aus dem Repertoire der Comedian Harmonists. Diese beiden Zutaten sorgen zusammen mit der humorvollen Eigenart der sechs Künstler für einen musikalischen Abend auf höchstem Niveau - gute Laune ist garantiert.

In Spenge haben sie seit ihrem Auftritt im Jahr 2011 eh schon einen Stein im Brett. Kein Wunder also, dass ihr Konzert in null Komma nichts ausverkauft war: Mit 140 Zuhörern wurde es eng und intim in der kleinen, aber feinen Werburg-Scheune. Genauso, wie es sich die DesHarmoniker wünschen: "Auftritte auf so engem Raum machen Vieles schwieriger, aber das Ganze umso persönlicher", erläuterte Joachim Müller. Und Kai-Uwe von Hollen ergänzte: "Dadurch, dass wir so nah an unserem Publikum sind, springt der Funke über. Wir sehen die Nähe als Chance." Dieser Funke sprang bei ihrem zweiten Konzert in Spenge von der ersten Sekunde an über: "Hallo, was machst du heut. . .", Daisy", "Veronika, der Lenz ist da", "Ich hab für dich ´nen Blumentopf bestellt" und "Ein Lied geht um die Welt" - bei all diesen von den DesHarmonikern wiederaufgegriffenen Texten und Melodien sang und schunkelte das Publikum mit.

"Das sind Noten aus einer Markenproduktion auf Weltniveau", erläuterte Christian Kurschus das Phänomen der eingängigen Lieder. Und ein Jeder weiß: Auf Markenartikel kann man sich verlassen. "Diese Harmonien kennt man einfach", sagte auch Dorothee Hirsch im Anschluss des Konzerts sichtlich begeistert. Dem konnten sich Barbara Krause und Anke Rolletschke nur anschließen: "Die Lieder waren alle toll. Es war ein in sich stimmiges Programm."

Auch dem Wunsch von Hartmut Schlinke kamen die Vollblutmusiker nach. "Der kleine grüne Kaktus darf heute Abend nicht fehlen", sagte er schmunzelnd und kam zum Ende des Konzerts auf seine Kosten. Das wohl bekannteste Stück gab es als florale Zugabe zu einem rundum gelungenen Abend im Zeichen der Musik. Fest steht: Dieses Sextett sollte sich - dem begeisterten Publikum nach zu urteilen - schon bald wieder in Spenge sehen lassen.

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