Eine neuer Defi: Spenges DRK-Vorsitzender Bernd Dumcke (v.l.), Andreas Kelch von der Volksbank-Stiftung, der 2. Vorsitzende des DRK Thorsten Herklotz und Carsten Holtgrefe präsentieren den neuen Lebensretter. - © Andreas Sundermeier
Eine neuer Defi: Spenges DRK-Vorsitzender Bernd Dumcke (v.l.), Andreas Kelch von der Volksbank-Stiftung, der 2. Vorsitzende des DRK Thorsten Herklotz und Carsten Holtgrefe präsentieren den neuen Lebensretter. | © Andreas Sundermeier

Spenge Ein neuer Defi für das Spenger DRK-Haus

Automatischer Lebensretter: Volksbankstiftung Bad Oeynhausen-Herford spendet dem Deutschen Roten Kreuz Spenge neues Gerät, das Menschen bei Herzstillstand hilft

Andreas Sundermeier

Spenge. Die Volksbank Stiftung Bad Oeynhausen-Herford stattet in ihrem Verbreitungsgebiet viele Institutionen, Schulen oder Vereine mit Defibrillatoren aus. Schon 96 der Lebensretter hat sie gespendet. Seit gestern ist ein neues Gerät dazu gekommen; doch keine neuer Standort. Denn der neue „Defi" im Wert von 2.500 Euro ersetzt beim DRK Spenge ein in die Jahre gekommenes Gerät. „Diese Dichte ist in Deutschland einmalig," sagt Carsten Holtgrefe von Medizintechnik Struck, der für die Volksbankstiftung als Berater vor Ort tätig ist. "Eine Möglichkeit zur Hilfe" Seit sechs Jahren betätigt sich die Stiftung des Kreditinstitutes in Sachen Ausstattung mit Defibrillatoren. Ein Herzanfall oder -infarkt oder das so genannte Vorhofflimmern könne „überall" passieren. „Deshalb ist es besonders wichtig", sagt Kelch, „den Menschen eine Möglichkeit zur Hilfe zu geben." Man müsse „einfach den Mut haben", das Gerät zu nutzen. Und das sei ganz einfach. „Man kann nichts falsch machen." Das Gerät erteilt dem Helfer ganz klare Anweisungen, es spricht tatsächlich mit ihm. Es misst die Vitalfunktionen und die Konstitution des Patienten und steuert den elektrischen Impuls ganz automatisch stets richtig. Zudem zeichnet es den ganzen Vorgang auf, um den Ärzten wichtige Grundlagen für die weitere Behandlung zu liefern. Bleibt also dem Helfer, zunächst die 112 anzurufen, dann ganz mutig den Defibrillator zu nutzen und dann mit der Herzmassage zu beginnen; ganz so, wie es viele bereits in der Fahrschule gelernt haben – und wie es der neue Defi auch erklärt. Der gleiche Bedienungsstandard „Das ist ganz einfach", sagt Holtgrefe, „und auch rechtlich ist man immer auf der sicheren Seite." Das schlimmste, was passieren könne, sei gar nicht zu helfen. Der Austausch des alten Gerätes am DRK-Haus an der Immanuel-Kant-Straße in Spenge sei wegen der voranschreitenden Technik und dem Alterungsprozesses des bisherigen Gerätes notwendig geworden. Zudem sei es besonders hilfreich, wenn möglichst alle Geräte im Kreis dem gleichen Bedienungsstandard entsprächen. „Wichtig ist vor allen Dingen die schnelle Hilfe", betont Kelch. „Mit jeder Minute, die ohne Hilfe verstreicht, sinkt die Überlebenschance um zehn Prozent." Leben retten auch auf Sportplätzen Derzeit seien in den Schulen, im Spenger Freibad und im Freibad Lenzinghausen Defis installiert. Die Beteiligten wünschen sich eine weitere Verbreitung. „Und natürlich auch die Bereitstellung von mobilen Geräten, die auch beispielsweise auf Sportplätzen Leben retten können.

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