Organisatorinnen: Rosy Kiefer-Hessendenz (v.l.), Anke Käller, Necla Morina und Annegret Beckmann beim Interkulturellen Frauenfrühstück im gut besuchten Spenger Bürgerzentrum. Foto: Stefanie Boss - © Stefanie Boss
Organisatorinnen: Rosy Kiefer-Hessendenz (v.l.), Anke Käller, Necla Morina und Annegret Beckmann beim Interkulturellen Frauenfrühstück im gut besuchten Spenger Bürgerzentrum. Foto: Stefanie Boss | © Stefanie Boss

Spenge Engagement für Frauenrechte

Interkulturelles Frühstück in Spenge: Frauen unterschiedlicher Nationen und Altersgruppen kommen im Bürgerzentrum ins Gespräch

Stefanie Boss

Um die Stärkung der Frauenrechte ging es am gestrigen Sonntag beim interkulturellen Frauenfrühstück im Bürgerzentrum. „Wir Frauen machen die Hälfte der Weltbevölkerung aus – und wir sind genauso wichtig wie die andere Hälfte", betonte die stellvertretende Bürgermeisterin Annegret Beckmann. Zahlreiche Frauen aller Altersklassen und unterschiedlicher Nationen waren beim interkulturellen Frauenfrühstück zusammengekommen, um gemeinsam zu essen, zu diskutieren und miteinander in Kontakt zu treten. Organisiert wird es zweimal jährlich von der Gleichstellungsstelle der Stadt Spenge, Spenger Politikerinnen, dem AWO-Gesprächskreis „Impulse" sowie Frauen aus anderen Kulturen. Frauenwahlrecht vor 100 Jahren in Deutschland eingeführt Thema waren dieses Mal der kürzlich begangene Weltfrauentag und die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland vor 100 Jahren. Der Weltfrauentag sei auf der ganzen Welt gefeiert worden, sagte Annegret Beckmann. „Wir Frauen müssen auf uns aufmerksam machen, denn unser Einfluss, im Berufsleben oder in der Politik, ist wichtig und es muss normal sein, dass wir die gleichen Rechte haben wie Männer." Die Gleichstellungsbeauftragte Anke Käller und Rosy Kiefer-Hessedenz, Leiterin des AWO-Gesprächskreises „Impulse", erinnerten an mutige Frauen, die für die Rechte ihre Geschlechtsgenossinnen gekämpft hatten. Wie die Suffragetten oder schon lange vorher die Frauenrechtlerin Olympe de Gouges, die zu Beginn der Französischen Revolution gefordert hatte, dass Frauen nicht nur die Guillotine, sondern auch ein Rednerpult besteigen dürfen müssten – und später geköpft wurde. „Zum Glück müssen wir nicht mehr befürchten, für unsere Forderungen öffentlich getötet zu werden", sagte Anke Käller, doch in anderen Ländern sei dies durchaus noch so. Doch auch in Deutschland gebe es immer noch Benachteiligungen in einigen Bereichen, wusste Rosy Kiefer-Hessedenz. Politisches Engagement Anke Käller berichtete von einer Veranstaltung der AG kommunaler Gleichstellungsstellen im Kreis Herford und dem Mädchentreff CVJM Herford-Stadt, die ergeben hatte, dass junge Frauen sich gerne mehr politisch engagieren wollten, jedoch nicht in starren Hierarchien. Hier müsse ein Umdenken stattfinden. Weitere Veranstaltungen im Aktionsmonat März haben die Gleichstellungsstellen des Kreises Herford in einer Broschüre zusammengetragen.

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