Konzentriert: Erstklässler Lukas übt sich beim Sport Stacking im Becherstapeln. - © Mareike Patock
Konzentriert: Erstklässler Lukas übt sich beim Sport Stacking im Becherstapeln. | © Mareike Patock

Spenge Grundschule Spenge/Hücker-Aschen in Bewegung

Präventionsprojekt: Für die Grundschüler stand gestern ein besonderer Aktionstag auf dem Programm. Dabei ging es um Gesundheit, Gehirn-Jogging, Bewegung – und ums Becherstapeln

Mareike Patock

Spenge. Auf dem Tisch vor Lina und Flynn liegen gleich mehrere Schokoriegel. Die Zweitklässler nehmen sie hoch, wiegen sie kurz in der Hand: „Wir sollen überlegen, welcher am meisten Zucker hat", erklärt Lina. Für Flynn ist die Sache schnell klar: „Dieser hier", sagt er und zeigt auf einen Doppelschokoriegel. „Da sind schließlich zwei Stück drin." An diesem Mittwochvormittag gibt es an der Grundschule Spenge/Hücker-Aschen keinen normalen Unterricht. Heute ist die ganze Schule auf den Beinen – 12 Klassen gleichzeitig, insgesamt 285 Kinder. Ein Aktionstag zu Bewegung, Gesundheit und Gehirn-Jogging steht auf dem Plan. Er ist Teil des Präventionsprojekts „fit4future". Die Initiative der Cleven-Stiftung ist 2016 an den Start gegangen und wird finanziell unterstützt von der DAK-Gesundheit. Ziele des Präventionsprojekts sind mehr Bewegung, gute Ernährung, eine stressfreie, positive Lernatmosphäre und die Schaffung einer gesunden Lebenswelt Schule. Projekt auf drei Jahre angelegt Das Projekt sei auf drei Jahre angelegt, berichtet Schulleiterin Undine Heidemann. Im vergangenen Jahr sei die Schule mit dem Modul Bewegung gestartet. Und an diesem Mittwoch steht nun der besondere Aktionstag auf dem Programm. Dabei durchlaufen die Kinder in ihrem Schulgebäude einen Parcours mit sechs Stationen: An einer geht es um Gehirn-Jogging, an anderen müssen die Kinder ein Ernährungs-Quiz lösen, sich im Dosenwerfen oder auch im Sackhüpfen üben. Rund 30 Eltern begleiten das Projekt ehrenamtlich und betreuen die Kinder gemeinsam mit den Lehrern an den unterschiedlichen Stationen. „Ohne die Hilfe der Lehrer und Eltern könnte dieser Workshop nicht funktionieren", lobt Jörg Heckenbach. Er moderiert das Projekt „fit4future" an diesem Vormittag. Auch Galyna Heyder und Juliana Hülshorst, deren Söhne die erste Klasse der Grundschule besuchen, helfen mit. „Das ist ein richtig gutes Projekt", findet Heyder. „Und sogar wir als Eltern haben noch etwas dabei gelernt – zum Beispiel, in welchen Lebensmitteln überall Zucker ist." Während sich auch Lina, Flynn und andere Kinder der Klasse 2b noch um die Zuckerfrage kümmern, üben sich die Erstklässler Lukas, Maximilian, Monika und Mustafa ein paar Klassenräume weiter im Becherstapeln. Sport-Stacking steht an dieser Station auf dem Plan. Pyramide aus bunten Bechern Aus bunten Bechern sollen die Kinder eine kleine Pyramide auf- und wieder abbauen – und das möglichst zügig. „An dieser Station muss man schnell und geschickt sein", erklärt Galyna Heyder. Der siebenjährige Mustafa ist begeistert. „Das hier macht mir am meisten Spaß", sagt er. „Und das Sackhüpfen nebenan", ergänzt Erstklässlerin Monika.

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