Spenge/Berlin Spenger Rolf Allerdissen aus Rennen um SPD-Vorsitz raus

Nur eine Kandidatin: Vorerst keine Bewerber ums Amt neben Andrea Nahles

Andreas Sundermeier

Spenge/Leipzig/Berlin. Der ehemalige Spenger Rolf Allerdissen will für den SPD-Vorsitz kandidieren. Im Laufe dieser Woche teilte er mit, dass dass er – laut SPD-Statuten – die Voraussetzung dafür erfülle (die NW berichtete). Am gestrigen Freitag teilte Spiegel-Online mit, dass Andrea Nahles die einzige Kandidatin für den SPD-Vorsitz sei. Allerdissen, der in Leipzig lebt, widerspricht dem. Er sei sehr wohl allein durch den Personalvorschlag der Arbeitsgemeinschaft „Selbst aktiv" der Menschen mit Behinderung in der SPD zur Kandidatur berechtigt. Er benötige nicht die laut Paragraf 3, Absatz 6 der Wahlordnung festgelegte zusätzliche Nominierung von drei Ortsvereinen. Der Landesvorsitzende von „Selbst aktiv", Johannes Gyarmati, teilte mit, dass zwar über die Nominierung von Rolf Allermissen gesprochen wurde, diese aber nicht erfolgt ist. Drei Nominierungen notwendig Auf Nachfrage teilt die SPD in Berlin mit, dass er – wie die anderen Kandidaten – genau diese Nominierung der Ortsvereine benötige, um zur Kandidatur zugelassen zu werden. Eine letzte Möglichkeit zur Nominierung bestehe noch, wenn er am Tag der Wahl die Unterschriften von 50 Delegierten aus verschiedenen Landes- und Bezirksverbänden erhalte, die seine Kandidatur unterstützen. Aber Stand Freitag Mittag gebe es tatsächlich nur eine Kandidatin für das Amt des SPD-Vorsitzes: Andrea Nahles. Rolf Allerdissen könne nach jetzigem Stand nicht für das Amt kandieren. „Meine Empörung darüber folgt nächste Woche" Das sieht Allerdissen – konfrontiert mit dieser Auskunft – nun ganz anders: „Nach den Statuten ist diese Aussage nicht richtig. Meine Empörung und die der drei anderen mir bekannten Kandidaten folgt nächste Woche."

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