Im Bürgerzentrum: Andre Schröder (v. l.), Anne Beckmann, Werner Best, Beate Burghardt, Hans-Peter Tietze, Anke Rolletschke und Werner Brand bilden das Vorstandsteam des Werburg-Vereins. - © Britta Bohnenkamp-Schmidt
Im Bürgerzentrum: Andre Schröder (v. l.), Anne Beckmann, Werner Best, Beate Burghardt, Hans-Peter Tietze, Anke Rolletschke und Werner Brand bilden das Vorstandsteam des Werburg-Vereins. | © Britta Bohnenkamp-Schmidt

Spenge 550 Jahre Spenger Werburg werden gefeiert

Werburg Verein: Planung für das Jubiläum der ersten schriftlichen Erwähnung des heutigen Museums. Fachfrau referiert über den Amor-Becher

Britta Bohnenkamp-Schmidt

Spenge. Im Jahre 1468 – also vor 550 Jahren – wurde die Werburg erstmals in einem Schriftstück erwähnt. „Auch wenn die Burg selber wahrscheinlich schon ein wenig älter ist, wollen wir dieses Jubiläum feiern", kündigte Werner Best, Vorsitzender des Werburg-Vereins, jetzt auf der Jahreshauptversammlung an. Veranstaltungen verschiedenster Art sollen im Laufe dieses Jahres auf dem Gelände der historischen Wasserburg stattfinden. Zwischen dem Narzissenfest im März und dem Tag des offenen Denkmals im September wird es eine Studio-Ausstellung zum Thema „Mailäuten", einen Liederabend im Torhaus, ein Museumsfest mit Burgolympiade, ein Open-Air-Konzert mit der Gruppe „Von Weiden" und mehr geben. Planungen laufen bereits Die Planung und Organisation für die verschiedenen Projekte ist im Vorstand des Werburgvereins bereits angelaufen. Neu ins Team gewählt wurde während der Jahreshauptversammlung Anke Rolletschke als Beisitzerin, die Maja Thede ersetzt. Andre Schröder wurde als 2. Vorsitzender und Hans-Peter Tietze als Kassierer im Amt bestätigt. Anne Beckmann, Beate Burghardt und Werner Brand wurden als Beisitzer wiedergewählt. Anschließend referierte die Archäologin Heike Tausendfreund aus Münster, die einige Zeit mit Werner Best zusammen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe gearbeitet hatte, über ein besonderes Werburger Fundstück – den Amor-Becher. Ein brennendes Herz Dieses Glasgefäß wurde bei Grabungen in der ehemaligen Gräfte gefunden und zeigt eine Amor-Figur mit Flügeln und Köcher, die ein brennendes Herz in den Händen hält. Fachfrau Tausendfreund hat ihre Dissertation über westfälische Hohlgläser geschrieben und ordnete das heimische Fundstück im Vergleich zu anderen ähnlichen Exemplaren ein. Demnach handelt es sich bei dem Spenger Glas wahrscheinlich um ein Einzelstück, das Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts entstanden ist und den Gutsbesitzern oder auch dem Verwalter gehört haben könnte. „Glas war zu dieser Zeit nicht mehr so teuer", erklärte Tausendfreund. „Auch niedere Stände konnten es sich leisten." Für Best ist der Amor-Becher „eines unserer schönsten Fundstücke" und „Ausdruck der barocken Lebensfreude".

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