Deutliche Warnung: Im Katzenholz weist ein Verbotsschild darauf hin, dass das Waldstück wegen der Sturmschäden nach wie vor nicht betreten werden darf. - © Mareike Patock
Deutliche Warnung: Im Katzenholz weist ein Verbotsschild darauf hin, dass das Waldstück wegen der Sturmschäden nach wie vor nicht betreten werden darf. | © Mareike Patock

Spenge Katzenholz in Spenge weiter gesperrt

Ein Monat nach „Friederike“: In dem Waldstück laufen die Aufräumarbeiten noch immer

Mareike Patock

Auch einen Monat nach „Friederike" bleibt das Spenger Katzenholz gesperrt. Darauf weist Förster Herwart Siebert vom Landesbetrieb Wald und Holz im Gespräch mit der NW ausdrücklich hin. Im Katzenholz hatte der Orkan besonders gewütet und schwere Schäden angerichtet. Auch jetzt gilt daher noch: betreten verboten. Es seien entsprechende Hinweisschilder an den Zugängen zum Katzenholz angebracht, sagt Siebert. Allerdings würden sich viele Spaziergänger nicht daran halten. „Die Verbotsschilder werden geflissentlich ignoriert – das ist wirklich leichtsinnig."  Arbeiten bis Mitte März Zwar sei die Fläche rund um das Hühnerhaus bereits hergerichtet, so dass der Waldkindergarten das Areal wieder nutzen könne. Komplett freigeben könne man das Katzenholz jedoch noch nicht, weil die Arbeiten in dem Waldstück noch nicht abgeschlossen seien. „Wir sind noch dabei, die umgeknickten und entwurzelten Bäume zu bergen – damit sind wir etwa zur Hälfte durch." Bis Mitte März, so schätzt der Förster, würden sich die Arbeiten noch hinziehen. Und so lange müsse das Katzenholz gesperrt bleiben. Inzwischen lässt sich auch an Zahlen festmachen, wie viel Schaden „Friederike" angerichtet hat. Sprich: wie viele Bäume der Orkan zerstört hat. „Im Werburger Wald liegen wir bei 100 bis 150 Festmetern, im Katzenholz bei 200 bis 300 Festmetern", sagt Herwart Siebert.  Einiges schon im Sägewerk gelandet Mehr als 100 Festmeter Fichtenholz aus dem Katzenholz seien schon in den Sägewerken gelandet. „Und darüber hinaus haben wir bislang 50 Festmeter Buchenholz aus dem Werburger Wald abfahren lassen." „Friederike" hat viele alte Bäume zerstört, ein Stück Natur einfach hinweggefegt. Das Holz wird jetzt verkauft. Das spült der Stadt Spenge und dem Kreis Herford einige Tausend Euro in die Kassen. Die Kommune ist laut Siebert Eigentümerin des Werburger Waldes. Das Katzenholz gehört zu Teilen dem Kreis und zu Teilen der Stadt Spenge.  Kosten für das Bergen Bei rund 500 Festmetern insgesamt rechnet Siebert mit Erlösen von 40.000 bis 45.000 Euro für das Holz. Dem gegenüber würden Kosten für das Bergen und Aufarbeiten der zerstörten Bäume in Höhe von 20.000 bis 25.000 Euro stehen. Unterm Strich würden also voraussichtlich rund 20.000 Euro übrig bleiben, meint der Förster. Ob Waldflächen aufgeforstet werden müssen und welche Kosten bei Stadt und Kreis dafür auflaufen, dazu konnte Herwart Siebert noch keine Angaben machen. „Wenn die Arbeiten beendet sind, müssen wir uns erstmal anschauen, wie die Flächen überhaupt aussehen." Was die Stadtverwaltung sagt Doris Bartelheimer von der Stadt Spenge schätzt, dass durch den Holzverkauf rund 8.000 Euro in die Stadtkasse gespült werden. Trotzdem ist sie nur verhalten erfreut. „Wir haben enorme Kosten, die auf uns durch die Aufarbeitung der Folgeschäden zukommen." Denn nicht nur im Werburger Wald und im Katzenholz habe der Orkan gewütet. „Wir hatten auch in anderen Bereichen Windwurf." Am Tannenweg zum Beispiel oder an der Ledeburstraße. Außerdem müssten jetzt noch Pappeln am Grenzweg gefällt werden. „Auch da werden wir Kosten haben." Bartelheimer geht zudem davon aus, dass die Wege im Werburger Wald abgezogen werden müssen. „Da waren ja jetzt Riesenfahrzeuge unterwegs, die das Stammholz abgefahren haben." Die Gewinne aus dem Holzverkauf würden also zum einen für die Aufarbeitung der Folgeschäden, aber auch für Aufforstungen eingesetzt.

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