Spenge „Vielfalt ist uns wichtig“

Katholische Frauen: Neue Gruppe soll gegründet werden und für alle Interessierten offen sein

Karin Wessler

Spenge/Enger. „Frauenleben sind vielfältig". Das hat sich die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) auf die Fahnen geschrieben. „Uns ist Vielfalt wichtig, alle Frauen sollten sich bei uns gut aufgehoben fühlen", betont Mechthild Burk aus Spenge, die seit fünf Jahren im Bundesvorstand der kfd aktiv ist. Daher soll im Februar eine neue Gruppe für alle Frauen im Kreis Herford gegründet werden. „Wir wollen dabei besonders die Jüngeren ansprechen", sagt Mechthild Burk. Das Motto soll lauten „Runter vom Sofa". Burk: „Wir wollen gerade jungen Frauen Alternativen aufzeigen, wie man die Zeit gemeinsam mit anderen Frauen gestalten, wie man sich über unterschiedliche Fragen austauschen und dabei etwas für sich tun kann."  Bereits seit zwei Jahrzehnten Jahren gibt es die kfd-Gruppe in Spenge. „Letztes Jahr haben wir unser 20-jähriges Bestehen gefeiert, aber klein und intern", berichtet Mechthild Burk. Spenger kfd-Gruppe seit 20 Jahren aktiv  „Wir Spenger Frauen treffen uns einmal monatlich, jeweils dienstags um 19.30 Uhr im Gemeindehaus an der Bussche-Münch-Straße." Vom Terminkalender der jeweiligen Referenten hänge es ab, an welchen Dienstag sich die 27 aktiven Frauen dann treffen. „Wir machen oft Bildungsabende. Im Januar wird die Jahreshauptversammlung abgehalten, und im Februar bereiten wir bereits den Weltgebetstag mit vor", berichtet Burk. Der Termin für Auftaktveranstaltung der neuen Gruppe ist noch offen, soll aber im Frühjahr sein. Treffpunkt wird die Kirche St. Paulus in Herford sein. „Das ist eine Experimentierkirche", erklärt Burk. Ein Projektteam hat bereits den Gottesdienst und auch die Treffen für die ersten vier Monate dieser neuen Gruppe vorbereitet. Zum Projektteam gehören neben Mechthild Burk auch die kfd-Bezirksvorsitzende Martina Hübers aus Spenge, Veronika Marx-Passon aus Enger und Annette Tillmann aus Löhne. Gottesdienst mit neuen Elementen „Bei diesem Gottesdienst, den ich leiten werde, wird es ganz neue Elemente geben", macht sie neugierig. „Es ist ein offener Gottesdienst, der zu Diskussionen anregen und Menschen miteinander ins Gespräch bringen soll", sagt sie. Anschließend wird es Angebote zum Ausprobieren geben. „Dabei kann jede Frau ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten testen." Die neue Gruppe wird sich immer donnerstags treffen. „Jede Woche gibt es ein neues Tema – sportlich, kulturell, geistlich oder auch etwas Überraschendes", kündigt Mechthild Burk an. „Wir möchten Frauen auf diese Weise aufzeigen, dass es neben Arbeit, Berufstätigkeit und der Sorge um die Familie durchaus Möglichkeiten gibt, etwas für sich zu tun." Jede Frau aus dem Kreis Herford sei zu diesen Treffen eingeladen. Größter Frauenverband im Land Deutschlandweit hat die kfd 500.000 Mitglieder. „Es ist der größte Frauenverband im Land, unsere Stimme hat Gewicht", betont Mechthild Burk. Grundsätzlich möchte die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen auf allen Ebenen – in der Gesellschaft, der Politik und auch innerhalb der Kirche – durchsetzen. Auch startet die kfd am 18. März eine Aktion zum „Equal-Pay-Day". Mechthild Burk: „Frauen erhalten immer noch durchschnittlich 21 Prozent weniger Lohn als Männer." Diese Lohnlücke müsse geschlossen werden. Den Weltgebetstag feiern katholische und evangelische Frauen gemeinsam am 2. März. Diesmal steht Surinam im Fokus. Das Motto: „Informiert beten – betend handeln." Am Weltgebetstag wird weltweit ein ökumenischer Gottesdienst in unzähligen christlichen Gemeinden gefeiert.

realisiert durch evolver group