Positive Entwicklung: Mehr als 300 Seiten umfasst der Haushaltsentwurf 2018 der Stadt Spenge. Bürgermeister Bernd Dumcke, Kämmerin Britta Jenniches (Mitte) und ihre Mitarbeiterin Sarah Hartmann (l.) präsentieren das umfangreiche Zahlenwerk. Foto: Ekkehard Wind - © Ekkehard Wind
Positive Entwicklung: Mehr als 300 Seiten umfasst der Haushaltsentwurf 2018 der Stadt Spenge. Bürgermeister Bernd Dumcke, Kämmerin Britta Jenniches (Mitte) und ihre Mitarbeiterin Sarah Hartmann (l.) präsentieren das umfangreiche Zahlenwerk. Foto: Ekkehard Wind | © Ekkehard Wind

Spenge Haushalt: Der Wendepunkt ist erreicht

Etatentwurf 2018: Das Zahlenwerk der Stadt Spenge weist erstmals seit dem Jahr 2000 mit rund 370.000 Euro wieder ein positives Jahresergebnis aus

Ekkehard Wind

Die strikte Konsolidierung des Haushalts zeigt Wirkung: Die Stadt Spenge kann erstmals seit dem Jahr 2000 wieder ein positives Jahresergebnis präsentieren. Kämmerin Britta Jenniches rechnet in ihrem Etatentwurf 2018, den sie gestern der Presse erläuterte, mit einem Plus von rund 370.000 Euro. Abends stellte sie das Zahlenwerk dem Stadtrat vor. In den vergangenen Jahren wies der Etat noch ein deutliches Defizit auf. Ein nachhaltiges Konsolidierungskonzept hat die Entwicklung umgekehrt. „Wir haben jetzt einen Wendepunkt erreicht. Aber wir müssen weiter sparen“, sagte Bürgermeister Bernd Dumcke auch mit Blick auf den notwendigen Abbau der Kassenkredite in Höhe von rund 24 Millionen Euro. Und auch die Kämmerin ließ keinen Zweifel an der Fortsetzung des Sparwillens aufkommen. Ein erstes Etappenziel sei erreicht, aber der Weg der Haushaltskonsolidierung noch steinig. JAHRESÜBERSCHUSS Den Aufwendungen von 25,7 Millionen Euro stehen 2018 Erträge von rund 26,1 Millionen Euro gegenüber. Der Jahresüberschuss von rund 370.000 Euro wandert in die Ausgleichsrücklage. Und auch in den kommenden Jahren soll sich diese Entwicklung verstetigen: 2021 soll der Jahresüberschuss gar 1,3 Millionen Euro betragen. GRUNDSTEUER A UND B Wichtig für die Spenger Bürger: Die Grundsteuer A und B sollen laut Etatentwurf 2018 unverändert bleiben. Eine erneute Anhebung, wie zuletzt 2016, ist nicht geplant. Rund 3 Millionen Euro machen die Grundsteuererträge nach Angaben der Kämmerei aus. GEWERBESTEUER Unverändert bleibt auch der Hebesatz für die Gewerbesteuer. Die Kämmerin rechnet in diesem Jahr mit rund 4,9 Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen. SCHLÜSSELZUWEISUNGEN An Schlüsselzuweisungen des Landes kann Spenge mit rund 3 Millionen Euro rechnen. Kritik übt der Spenger Verwaltungschef an der Veränderung des Gemeindefinanzierungsgesetzes ab 2011. Nach Berechnungen der Kämmerin fehlen der Kommune im Zeitraum 2011 bis 2018 insgesamt rund 14 Millionen Euro. „Von der großen Umverteilung im Land hat Spenge also keineswegs profitiert“, sagt Dumcke. Neben den Schlüsselzuweisungen erhält Spenge 6,9 Millionen Euro an Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und 690.000 Euro Anteil an der Umsatzsteuer. PERSONAL Die Personalkosten schlagen mit rund 4,9 Millionen Euro zu Buche. „Wir haben seit 2009 Planstellen abgebaut“, sagt der Bürgermeister. „Von 112 auf jetzt 96,5 Stellen.“ KREISUMLAGE Die Kreisumlage, die die Stadt Spenge 2018 zahlen muss, belastet den Etat mit 9,9 Millionen Euro. Dies sind 700.000 Euro mehr als im Vorjahr.

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