In diesem Wohnhaus in Spenge im Kreis Herford sind zwei Kinder aus dem Fenster gestürzt und schwer verletzt worden. Der Vater soll sie dazu gezwungen haben. - © Mareike Patock
In diesem Wohnhaus in Spenge im Kreis Herford sind zwei Kinder aus dem Fenster gestürzt und schwer verletzt worden. Der Vater soll sie dazu gezwungen haben. | © Mareike Patock

Spenge/Bielefeld Spenge: Vater soll Kinder gezwungen haben, aus dem Fenster zu springen

39-Jähriger war betrunken - Bielefelder Polizei hat eine Mordkommission gegründet

Spenge/Bielefeld (dpa/lnw). In der Neujahrsnacht sind in Spenge (Kreis Herford) zwei Kinder aus einem Fenster im zweiten Stock gestürzt. Sie erlitten schwere Verletzungen. Ihr Vater wurde festgenommen und vernommen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Zeugen benachrichtigten gegen 0.30 Uhr die Polizei Herford über ein auf der Straße liegendes, verletztes Kind am Spenger Lönsweg. Die Beamten fanden am Einsatzort zwei schwer verletzte Brüder im Alter von sechs und neun Jahren auf. Rettungswagen brachten die Geschwister in umliegende Krankenhäuser. Die anfänglich angenommene Lebensgefahr bestätigte sich bei dem Sechsjährigen nicht, auch der Neunjährige befindet sich laut Polizei außer Lebensgefahr. Nach ersten Ermittlungen stürzten die Geschwister aus einem Fenster der väterlichen Wohnung in der zweiten Etage. Vater soll Kinder zum Sprung gedrängt haben Da die Umstände der Stürze unklar waren, nahm die Mordkommission "Löns" der Polizei Bielefeld unter Leitung des Kriminalhauptkommissars Jürgen Kollien mit Unterstützung der Herforder Polizei die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags auf. Der Verdacht gegen den alkoholisierten Vater, seine Söhne zu dem Sprung aus dem Fenster gedrängt zu haben, wurden durch die Ermittlungen bestätigt. Die Beamten nahmen den Vater vorläufig fest. Zu dem Tatvorwurf äußerte er sich nicht. Der 39-jährige Tatverdächtige wurde am Dienstagnachmittag einem Ermittlungsrichter vorgeführt.Der Haftrichter erließ einen Untersuchungs-Haftbefehl wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Weitere Informationen folgen.

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