Alte Zeiten: Der Garten mit seinen Obstbäumen war noch von einer höheren Mauer umfasst. - © Kommunalarchiv
Alte Zeiten: Der Garten mit seinen Obstbäumen war noch von einer höheren Mauer umfasst. | © Kommunalarchiv

Mittwochrätsel Auflösung: Das „Haus des Handwerks“ an der Elisabethstraße soll wieder ein Schmuckstück werden

Größeres Fachwerkhaus wurde 1750 gebaut und war der Hof der Koadjutorin der Äbtissin der Herforder Abtei

Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Im Sonnenlicht: Der Anblick aus der Entfernung täuscht: Das Fachwerkensemble ist sanierungsbedürftig.  - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Im Sonnenlicht: Der Anblick aus der Entfernung täuscht: Das Fachwerkensemble ist sanierungsbedürftig.  | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford. Beim vorigen Mittwochrätsel haben wir ein altes Schwarzweiß-Foto vom „Haus des Handwerks" an der Elisabethstraße gezeigt. Die Verwaltung der Handwerker ist nach Lübbecke gezogen, das Haus hat nach langer Suche einen Käufer gefunden.

Information

Gewinne liegen abholbereit

Drei Mal gab es beim Rätselbild zum Haus des Handwerks das Buch „Hungerwinter 1946/47" zu gewinnen. 
Sie liegen zwei Wochen lang bereit in der Geschäftsstelle der NW, Lübberstraße 15-17. Die Gewinner sind Anne Krämer, Beatrice Lakemeier u. Gisela de Pagter, Herford.

Herzlichen Glückwunsch!

Jochen Hartig weiß: „Zu sehen ist die Keimzelle des Ravensberger Gymnasiums, das ursprünglich als Landwirtschaftliche Schule gegründet wurde und vor dem Umzug an den Münsterkirchplatz (heute VHS) hier ansässig war. Die Gebäude wurden dann lange Jahre als ,Haus des Handwerks’ genutzt. Dieser ganze Komplex ist ein gutes Beispiel dafür, dass man seine Immobilien pflegen muss und nicht einen Reparaturstau auflaufen lassen sollte, der dann zu so großen Kosten führt, dass es nicht mehr rentabel ist (Eigentum verpflichtet)."

Paradies für Kinder mitten in der Stadt

Beatrice Lakemeier hat Kindheit und Jugend hier verbracht: „Wir wohnten seit den 50er Jahren dort, da mein Vater der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft war. Es war eine schöne Zeit, der jetzige Parkplatz war Garten, der riesig und völlig abgeschirmt war – und das mitten in der Stadt. Die Kastanie, die jetzt noch steht, hat mein Bruder damals aus einem Keimling gepflanzt.

Um in den Garten zu kommen, musste man zwar aus der 1. Etage leise durch den Büroflur, dann durch den Keller gehen, aber das war gleichgültig. Es war ein Paradies für uns Kinder. Der heutige Anblick macht mich immer wieder traurig, dass so etwas aus einem stattlichen Gebäude werden kann, wenn die Renovierungen ausbleiben. Ich würde mich freuen, wenn der zukünftige Investor das Gebäude wieder entsprechend herstellt."

Klaus-Dieter Storck schreibt: „Dieses und das Fachwerkhaus rechts nebenan, sind beide aus dem 18. Jahrhundert und stehen unter Denkmalschutz. Die Kreishandwerkerschaft Wittekindsland hat die beiden renovierungsbedürftigen Häuser kürzlich verkauft. Lassen wir uns überraschen, wie der neue Besitzer das Fachwerkensemble gestalten wird."

Friedrich Windeck vermutet: „Hier soll wohl die Leserschaft getestet werden, ob sie die Zeitung auch sorgfältig liest. Gerade wenige Tage zuvor wurde über das ,Haus des Handwerks’ und dessen Verkauf berichtet."

Bruno Vehmeier wünscht sich: „Es bleibt hoffentlich als Baudenkmal erhalten und wird behutsam renoviert und saniert. Das Foto ist eine hervorragende Vorlage für diese Arbeiten. An der linken Seite befindet sich zur Zeit das Restaurant Sardenia. Nach dem Krieg bzw. in den 50er Jahren war dort das Schlachtereibedarfsgeschäft Behring &Schütte. Im Laden duftete es immer nach allerlei Gewürzen. Dann übernahm der Sunny-Boy Jürgen Kox das Gebäude, renovierte es und es wurde dann die „Alte Deele". Dort fanden in der Zeit legendäre Feiern statt und es war der absolute In-Treff in Herford und weiterer Umgebung."

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