Julia Diestelhorst, Charlotte Höpker und Annina Schlüter (v.l.) pipettieren vervielfältigte DNA-Abschnitte.
Julia Diestelhorst, Charlotte Höpker und Annina Schlüter (v.l.) pipettieren vervielfältigte DNA-Abschnitte.

Rödinghausen Fleischhaltiges unter die Lupe genommen

Ist drin was drauf steht? Gesamtschüler aus Rödinghausen experimentieren im Biolabor in Beverungen

Rödinghausen. Ist in der Rindfleischsuppe wirklich nur Rindfleisch verarbeitet? Enthält die gekaufte Geflügelbratwurst nur Fleisch von Pute oder Huhn? Zur Beantwortung dieser Fragen machten sich Schüler aus Rödinghausen auf nach Beverungen ins Biolabor.

26 Schüler des Biologie-Leistungskurses 12 der Gesamtschule Rödinghausen machten sich mit ihrem Lehrer Rainer Zymny auf den Weg nach Beverungen. Nach zweistündiger Busfahrt wurden sie vor Ort von Mitarbeitern des "b!lab" in Empfang genommen und in das gemeinsame Vorhaben eingewiesen: Die Untersuchung von fleischhaltigen Lebensmittelproben auf die auf der Packung ausgewiesenen tierischen Bestandteile.

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In arbeitsteiligen Gruppen begaben sich die Leistungskursler an die gestellte Aufgabe: Sie Isolierten das Erbmaterials der DNA, vervielfältigten die gewonnenen DNA-Abschnitte, trennten Proben in einem Gel, an das eine elektrische Spannung angelegt wurde und machten UV-Licht einer Dunkelkammer sichtbar.

Die Schüler lernten unter anderem das Pipettieren von kleinsten Flüssigkeitsmengen mit automatischen Pipetten und die Handhabung von Ultrazentrifugen sowie eines Thermozyklers (Gerät zur periodischen Erhitzung und Abkühlung von Laborproben). Nach etwa sieben Stunden intensiver Laborarbeit, angeleitet von einer Diplom-Biologin und einer medizinisch-technischen Assistentin, lag das Ergebnis vor: Im UV-Licht waren DNA-Banden zu sehen, die ein unwiderrufliches Zeugnis ihrer Herkunft ablegten. Dabei wurde deutlich, dass die untersuchten Lebensmittel zwar überwiegend, aber nicht ausschließlich die auf der Verpackung angegebenen tierischen Bestandteile enthalten.

Am Ende des Labortages waren alle nicht nur um diese Erkenntnis, sondern um viele Erfahrungen in praktischer Laborarbeit reicher. Ein abschließend auf jeden einzelnen Teilnehmer ausgestelltes Zertifikat bescheinigt den Erfolg der Arbeiten. "Der Besuch des Bio-Labors in Beverungen war ein echter Gewinn für meine Schüler" resümiert Biologie-Lehrer und Naturwissenschafts-Koordinator Zymny.

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