Auf den ersten Blick ändert sich nichts: Nur die Nummern an den Linienbussen sind künftig neu. Außerdem bekommen die Schüler eine neue Busfahrkarte, die sie auch für Fahrten am Nachmittag nutzen können. Symbolfoto: Franziska Kraufmann/dpa - © Verwendung weltweit, usage worldwide
Auf den ersten Blick ändert sich nichts: Nur die Nummern an den Linienbussen sind künftig neu. Außerdem bekommen die Schüler eine neue Busfahrkarte, die sie auch für Fahrten am Nachmittag nutzen können. Symbolfoto: Franziska Kraufmann/dpa | © Verwendung weltweit, usage worldwide

Rödinghausen Schüler bekommen „Chill-Ticket-Light“ für Schule und Freizeit

Sondertarif: Der Schülerspezialverkehr wird ab dem kommenden Schuljahr 2018/19 Teil des öffentlichen Personennahverkehrs. Für Kinder und Jugendliche hat das neue Ticket Vorteile

Katharina Georgi

Morgens zur Schule und nachmittags nach Bünde: Das ist künftig mit dem neuen Busticket für die Schüler möglich, die eine der Schulen in Rödinghausen besuchen. Die Familien kostet das nichts. Möglich wird das Mehr für die Kinder und Jugendlichen durch einen Beschluss des Gemeinderates. Der hatte sich im April 2016 dafür ausgesprochen, den sogenannten „Schülerspezialverkehr“ in den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufzunehmen, wenn die bisherige Konzession der Linien Bünde-Rödinghausen ausläuft. Das ist im Juni 2018 der Fall. Für die Gemeinde hat das einen wichtigen Effekt, erklärt Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer: „Es können Fördermittel des Kreises einfließen.“ Dadurch habe man jetzt ein eigenwirtschaftliches Angebot. So entstehen sowohl für die Gemeinde als auch für die Eltern keine zusätzlichen Kosten. Auch die Fahrtstrecken bleiben gleich. Linien nach Bünde am Nachmittag nutzbar Neu ist, dass die Schüler, die bisher ohne Ticket von den öffentlichen Schülerhaltestellen zur Gesamtschule oder den Grundschulen in Rödinghausen fahren konnten, künftig ein Ticket bekommen. Das nennt sich dann „Chill-Ticket-Light“. Diese Busfahrkarten bezahlt wiederum die Gemeinde. Das neue Ticket ist einzigartig im gesamten Verkehrsverbund in OWL. Möglich wird das durch einen kollektiven Ansatz, wie Frank Jendrny, Geschäftsführer von OVG Bollmeyer, erklärt: „Das funktioniert ähnlich wie beim Semesterticket der Studenten.“ Jeder Schüler erhält ein Ticket, auch, wenn er nur einen Schulweg von 500 Metern hat. Das war auch der Wunsch der Lokalpolitiker gewesen. Mit dem Chill-Ticket-Light können die Schüler dann nachmittags die Linien der beiden Unternehmen Bünder Express (571, 572) und OVG Bollmeyer (543, 743) in Richtung Bünde nutzen. Die beiden Unternehmen arbeiten mit dem Omnibusbetrieb Klockenbrink zusammen, der bisher für den Schulbusverkehr zuständig war, und haben die Fahrpläne übernommen. So soll der Start im kommenden Sommer reibungslos klappen. „Die Schüler müssen sich eigentlich nur an eine neue Nummer am Bus gewöhnen“, sagt Lennart Frentrup, Geschäftsführer von Bünder Express. Durch die Integration der Schüler in den Rödinghauser ÖPNV soll dieser zudem gestärkt werden. Und auch die älteren Bürger der Gemeinde könnten künftig von der neuen Regelung profitieren: Dann nämlich, wenn die Schulbushaltestellen zu öffentlichen Haltestellen werden und auch reguläre Linienbusse sie anfahren. „Das ist in einem weiteren Schritt angedacht“, sagt Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurden die Änderungen zustimmend von allen anwesenden Politkern zur Kenntnis genommen.

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