Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer zeigt auf die Rilkestraße, welche die Gemeinde Rödinghausen im Frühjahr erneuern wird. - © Anne Webler
Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer zeigt auf die Rilkestraße, welche die Gemeinde Rödinghausen im Frühjahr erneuern wird. | © Anne Webler

Die Gemeinde erneuert acht Straßen

Sonderprogramm: Durch die gesperrte Hansastraße wurden die Straßen rundherum arg strapaziert. Die Gemeinde investiert jetzt 400.000 Euro in die Reparatur

Anne Webler

Rödinghausen. Ein Jahr und zwei Monate war die Brücke der Hansastraße gesperrt, für Lkw sogar zweieinhalb Jahre. Viele der täglichen 10.000 Fahrzeuge hielten sich nicht an die ausgeschilderte Umleitung, sondern nutzten die kleineren Gemeindestraßen, um die Baustelle zu umfahren. „Die Gemeindestraßen sind auf diese Belastung nicht ausgelegt", sagt Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. Die Fahrbahn hat sich an einigen Stellen stark verformt, ist gerissen und gebrochen. Acht Straßen will die Gemeinde im Frühjahr instandsetzen: Rilkestraße Die Rilkestraße wollte die Gemeinde in 2019 erneuern. Aufgrund der großen Schäden zieht sie die Instandsetzung vor. Auf einer Länge von 670 Metern wird sie zwischen Surensiekweg und Gut Böckel die Asphaltdecke erneuern und die Straße stabiler machen, so dass sie auch schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge aushält, welche die Biogasanlage von Gut Böckel anfahren. Kosten: 120.000 Euro. Sie waren im Haushalt für 2019 eingeplant und werden vorgezogen. In der Flage Zwischen Starenweg und Bahnhofstraße werden auf 800 Metern eine Asphalttragschicht und -deckschicht eingebaut. Kosten: 70.000 Euro. Papenwandweg Auf einer Länge von 120 Metern werden eine Asphalttragschicht und -deckschicht eingebaut. Kosten: 17.500 Euro. Mühlenkamp Die Straße wird auf 1.140 Metern Länge instandgesetzt. Es werden eine Asphalttragschicht und eine -deckschicht eingebaut, an einigen Stellen wird die Straße lediglich ausgebessert und übersplittet. Kosten: 78.000 Euro. Am Klief Die Anliegerstraße wird auf einer Länge von 440 Metern instandgesetzt. Es werden eine Asphalttragschicht und eine -deckschicht eingebaut. Kosten: 40.000 Euro. Schluchtenweg Der Schluchtenweg wird „punktuell ausgebessert". Die Fahrbahn des Wirtschaftsweges ist verformt, starke Risse mit Ausbrüchen haben sich gebildet, Baumwurzeln wölben die Straße auf. Auf einer Länge von 1.700 Metern werden die Wurzelaufbruchstellen ausgefräst und erneuert, Absackungen ausgeglichen und Netzrisse gesplittet. Kosten: 8.000 Euro. Klosteracker Am Klosteracker wohnt nur ein Anlieger, ansonsten ist es ein Wirtschaftsweg. Auf einer Länge von 440 Metern werden eine Asphalttragschicht und eine -deckschicht eingebaut. Kosten: 35.000 Euro. Vor den Bäumen Die Anliegerstraße ist eine Durchgangsstraße zum Wanderparkplatz und wird mit Forstwirtschaftsfahrzeugen befahren. Sie wird auf 200 Metern Länge saniert. Es werden eine Asphalttragschicht und -deckschicht eingebaut. Kosten: 25.000 Euro. Die Gemeinde hat Rückstellungen von 273.000 Euro gebildet, aus denen sie die Instandsetzung der sieben Straßen außer der Rilkestraße bezahlt. Insgesamt investiert sie 400.000 Euro und erneuert dafür 5,5 Kilometer Straße. Weil sämtliche Straßen im Außenbereich liegen, werden die Anlieger nicht an den Kosten beteiligt. Die Arbeiten würden in Kürze ausgeschrieben, sagt Vortmeyer. Das Straßeninstandsetzungsprogramm wird der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt am 31. Januar beschließen. Bald darauf kann die Gemeinde die Aufträge vergeben. Auch die Landes- und Kreisstraßen, die durch die Gemeinde führen, sind stark beschädigt. Straßen NRW habe ihm angekündigt, in 2018 eine Bestandsaufnahme zu machen, sagt Vortmeyer. Die Bünder Straße, Ostkilverstraße, Oberbauerschafter Straße und Holser Straße sind allesamt Landesstraßen. „Das Land muss hier tätig werden", sagt Vortmeyer. Der zuständige Dezernent des Kreises Herford habe ihm zugesagt, dass die Bahnhofstraße in 2018 erneuert werde. Land und Kreis seien hier in der Pflicht.

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