Erstellten die Stadtrallye: Zwanzig Jungen und Mädchen der 5. bis 8. Klassen der Gesamtschule Rödinghausen, angeleitet von den Lehrern Sylvia Peto (l.) und Burkhard Stark (5. v. r.). Enya und Sandra (r.) interviewten Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. - © Foto: Anne Webler||
Erstellten die Stadtrallye: Zwanzig Jungen und Mädchen der 5. bis 8. Klassen der Gesamtschule Rödinghausen, angeleitet von den Lehrern Sylvia Peto (l.) und Burkhard Stark (5. v. r.). Enya und Sandra (r.) interviewten Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. | © Foto: Anne Webler||

Rödinghausen Mit dem Handy durch das Dorf

Projektwoche: 20 Schüler der Gesamtschule haben eine digitale Stadtrallye für Rödinghausen entwickelt. Zehn Fragen führen durch die Gemeinde

Anne Webler

Rödinghausen. "Wie hoch ist der Berg, auf dem der Nonnenstein steht?" "Wie heißt der Bürgermeister von Rödinghausen?" - Das sind zwei Fragen der Stadtrallye, die 20 Schüler der 5. bis 8. Klassen der Gesamtschule Rödinghausen an den Projekttagen in dieser Woche entwickelt haben. Der vier Kilometer lange Parcours verbindet die Sehenswürdigkeiten der Gemeinde und vermittelt neben Wissen auch Spaß: "Gehe zur Apotheke und mache ein Selfie", gehört zu den Anweisungen, die Laune machen. Bei einigen Fragen gibt es mehrere Antworten zur Auswahl, bei einigen muss man die Antwort schätzen, bei wieder anderen muss man sich an einen bestimmten Ort begeben, dessen Koordinaten die Rallye nennt. Bevor sie sich die Fragen ausdachten, waren die Schüler viel draußen unterwegs, um selbst erst einmal die Gemeinde kennenzulernen: Sie erklommen den Nonnenstein, bekamen in der Bartholomäuskirche eine Führung, am letzten Tag besuchten sie Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer im Haus des Gastes. Dort hatte er den Schülern um die beiden Lehrer Sylvia Peto und Burkhard Stark für das Erstellen der Rallye einen Raum sowie das WLAN-Netz zur Verfügung gestellt. Enya (11) und Sandra (12) interviewten Vortmeyer: "Welches sind Ihre Aufgaben?", "Gehen Sie in die Kirche?", "Welches sind Ihre Ziele für Rödinghausen?" Er wolle das Bildungssystem Rödinghausens verbessern, dazu investiere die Gemeinde in den nächsten drei, vier Jahren zehn Millionen Euro, antwortete Vortmeyer. Die Rallye haben die Schüler mit der App Biparcours erstellt. Biparcours ist ein kostenloses Angebot des Landes NRW. Auf der Internetseite biparcours.de haben sich die Schüler mit ihrer Email-Adresse registriert, und los ging?s. "Ich fand es erst schwierig, wie die App funktioniert", sagt Phil aus der 6a, "aber dann ging?s". "Klar mussten sich die Schüler da erst reinfuchsen", räumt Lehrerin Sylvia Peto ein. "Aber das haben sie alle super gemacht." "Es hat Spaß gemacht", war die einhellige Meinung. "Die digitale Stadtrallye ist eine tolle Idee, Wissen über den Ort zu vermitteln", lobte Vortmeyer. Nutzen können die Rallye alle Schüler der Gemeinde Rödinghausen, nachdem sie sich registriert haben. Die Rallye zu erstellen war eines von 42 Projekten zum Thema Glück. "Die Schüler sehen auf dem Parcours alle schönen Orte der Gemeinde und sind aktiv unterwegs, anstatt zu Hause vor dem Computer zu sitzen", erklärt Sylvia Peto. Die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen werde durch das Erstellen der Rallye gestärkt. Zudem sei es ein Erfolgserlebnis, dass am Ende der Projekttage die fertige digitale Rallye als Ergebnis stehe, sagt Burkhard Stark. Gestern Mittag haben die Schüler alle Projekte der Projektwoche in der Gesamtschule präsentiert.

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