Logbuch: Diese kleine Dose muss gefunden werden, woraufhin man in dem Notizblock den eigenen Namen sowie das Datum versieht, an dem man dort war. Es gibt auch größere Behälter, in denen Gegenstände versteckt sind. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Logbuch: Diese kleine Dose muss gefunden werden, woraufhin man in dem Notizblock den eigenen Namen sowie das Datum versieht, an dem man dort war. Es gibt auch größere Behälter, in denen Gegenstände versteckt sind. Foto: Noah Wedel | © Noah Wedel

Bünde/Kirchlengern/Rödinghausen Geo-Caching: Spurensuche zu unentdeckten Orten

In Bünde, Kirchlengern und Rödinghausen gibt es zahlreiche Routen, auf denen man mit GPS-Koordinaten auf Schatzsuche gehen kann. Ein idealer Tipp für Jung und Alt

Noah Wedel

Über ein Straßenbahnschild verfügen eigentlich nur Großstädte mit Straßenbahnen. Dass die Stadt Bünde eins an einer Hauptstraße stehen hat, wissen nur die wenigsten. Solche interessanten und unentdeckten Orte kann man mittels „Geocaching“ sehen und erleben. In Bünde, Kirchlengern sowie Rödinghausen gibt es viele Routen, auf denen man in der Natur verweilt und dabei Spaß vor der Haustür erlebt. Doch die Erkundung von Sehenswürdigkeiten wie dem Nonnenstein oder beim Spaziergang auf schönen Nebenstrecken an der Else ist nicht das Einzige an dieser Freizeitaktivität, es ist auch eine Art Schatzsuche. Mittels Koordinaten wird man an Orte geführt, an denen die Schatzsucher Dosen unterschiedlicher Größen – oft auch getarnt – finden sollen. In den kleineren Behältern ist ein Logbuch versteckt (siehe Bild), dort können sich die Sucher mit Namen und Funddatum verewigen. In den größeren Dosen befinden sich zudem Gegenstände: Das Ziel dabei besteht darin, einen Alltagsgegenstand gegen etwas mit gleichem Wert in der Dose zu tauschen. Es gibt unterschiedliche Arten von Stationen, an manchen Stellen gibt es zudem auch Rätsel zu lösen oder Geheimcodes zu entschlüsseln.Manchmal geht’s auch ins Wasser oder auf Bäume Anhand von Koordinaten kann mit GPS-fähigen Smartphones oder anderen unterstützenden Geräten auf Entdeckungstour gegangen werden. Dabei werden die jeweiligen Routen in Schwierigkeiten eingeteilt, denn nicht jeder Cache, also Schatz, ist leicht zu finden. In manchen Regionen sind Caches sogar im Wasser oder auf Bäumen versteckt, im Bünder Land wird oft darauf hingewiesen, dass die offiziellen Wege nicht verlassen werden müssen. Dennoch dauert es teilweise länger, bis die jeweilige Dose gefunden wird – gute Verstecke oder komplizierte Rätsel sind die Gründe dafür. Jedoch existieren in manchen Fällen leider auch keine Dosen mehr. Hierfür registrieren viele Benutzer im Internet, wann sie den jeweiligen Schatz zuletzt gefunden haben, teilweise mit einem Foto oder einem Tipp für die Suche. Und das Gute und Besondere an diesem Dienst: Er ist kostenlos und bietet in dieser Ausführung ausreichend Möglichkeiten zum Naturerlebnis. Für 29,99 Euro im Monat gibt es einige exklusive Routen, mehr Statistiken oder Offline-Karten als Premium-Version. Das Geocaching bietet aber nicht nur in Bünde schöne Routen um die Natur zu erleben – auch beispielsweise im Mallorca-Urlaub oder auf einem Kurztrip in London können die Sommerferien in ihrem Endspurt in der Natur verbracht werden. Und in den verbleibenden zweieinhalb Wochen bis zum Schulstart ist auch genügend Zeit, um einen eigenen Cache zu verstecken – den dann die anderen Cacher im Bünder Land finden können. Die Registrierung sowie die Funktionen können unter www.geocaching.com vorgenommen werden, ebenso gibt es die kostenlose Geocaching-App für das Smartphone.

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